Dressurpferde: Beckham Gold RS unter Leonie Sahm © Dr. Tanja Becker/Equitaris

Über den Umweg des Kleinen Finales sorgte nicht nur Beckham für eine Überraschung. Hier ist der Hengst noch zu sehen unter Leonie Sahm im Jahr 2025 bei der Westfälischen OnLive Hengstschau.

Um 7:30 Uhr ritt das erste Paar ins Viereck der Dressurpferde. 30 Starter standen auf der Liste und kämpften um die drei letzten Finaltickets. Und wieder macht Secret als Vererber von sich reden: Die von dem Ausnahmehengst abstammende Oldenburger Stute Noble Secret OLD aus einer Sunny-Boy-Mutter zeigte sich am Freitag noch beeindruckt von der Championatskulisse und musste sich nach einigen Fehlern auf Platz 38 geschlagen geben.

Wie viel Nervenstärke braucht es, um dann im Kleinen Finale der Dressurpferde ohne weitere Fragen zu überzeugen? Leonie Richter behält die Ruhe im Sattel und führt Noble Secret OLD mit feiner Hilfengebung sicher durch die Aufgabe. Am Ende sicherte sich das Paar den Sieg mit 81,000 Prozent in der Qualitätsnote bei E sowie 70,962 Prozent in der Technik bei C. Mit insgesamt 75,981 Prozent ziehen sie in das Finale ein. Darüber freuen können sich auch Besitzerin Bernadette Brune sowie Züchter Jürgen Osterloh.

Optimale Abstimmung: Sina Franz hält Beckham auf Kurs

Auch bei Beckham 32, in der Zucht besser bekannt als Beckham Gold RS, abstammend von Benicio aus einer Belantis I-Mutter lag die Platzierung am Vortag (Platz 34) keineswegs am Potenzial des Pferdes. Sina Franz und der großrahmige Hengst sind ein eingespieltes Team, aber jede Prüfung ist nun mal eine neue Situation für das Pferd und gerade bei großen Championaten kann die Kulisse zur Herausforderung werden.

Genau wie Leonie Richter behält auch Sina Franz die Nerven und sichert sich damit den zweiten Platz im Kleinen Finale mit einem Gesamtergebnis von 74,621 Prozent. Der von der Zuchtgemeinschaft Bernau gezogene Hengst ist im Besitz der Matthias Schlamminger GmbH. Die Richter belohnten die Runde mit 79,800 Prozent für die Grundqualität und Richter Jürgen Hagenheimer bei C vergab eine technische Note von 69,423 Prozent.

Markus von Holdt bringt Elfensymphonie YD OLD ins Finale der Dressurpferde

Einen bemerkenswerten Notensprung zeigte die Vitalis-Tochter Elfensymphonie YD OLD aus einer Fürstenball-Mutter, gezogen von Caroline van Zele und im Besitz von Yvonne Draheim. Die Landeschampionesse von 2024 hatte am Vortag auf Rang 45 noch nicht zu ihrer gewohnten Form gefunden. Im Kleinen Finale erwies sich die Übersicht und Erfahrung von Markus von Holdt als Schlüssel zum Erfolg: Der Ausbilder gab der Stute im Viereck die nötige Ruhe, Konzentration und auch neuen Mut zurück.

Mit 80,600 Prozent für die Qualität, vergeben von den Richtern Knut Danzberg und Tina Viebahn bei E, und einer Techniknote von 68,077 Prozent platzierte sich dieses Paar mit einer Gesamtwertnote von 74,339 Prozent auf Platz drei und darf sein Können somit am Finaltag noch einmal beweisen. Ob auch in der Schweren Klasse weitere Überraschungen möglich sind, wird Warendorf zeigen.

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