Von Ruhe auf der Weide kann keine Rede mehr sein, wenn darüber Drohnen fliegen.
Ein 23 Jahre altes Pferd ist bei Sieversdorf nahe Malente im Kreis Ostholstein vermutlich infolge eines Drohnenflugs zu Tode gekommen. Die Polizei ermittelt und sucht nach dem verantwortlichen Drohnenpiloten.
Nach Angaben der Polizei flog am Mittwoch zwischen 12:15 und 12:25 Uhr mehrfach eine kompakte, schwarze Drohne in geringer Höhe über eine Koppel, auf der sich vier Pferde befanden. Dabei bewegte sich das Fluggerät offenbar wiederholt schnell auf und ab. Die Tiere gerieten daraufhin in Panik. Eines der Pferde stürzte und starb. Zwei Anwesende sollen laut „Hamburger Morgenpost“ noch versucht haben, dem Tier zu helfen. Die genauen Umstände des Todes sind bislang ungeklärt.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung sowie möglicher Verstöße gegen die Luftverkehrsordnung und das Tierschutzgesetz. Im Bereich des Langfahrtsredders wurde ein dunkles Fahrzeug beobachtet. Ob ein Zusammenhang mit dem Vorfall besteht, ist derzeit unklar.
Daher sucht die Polizei umfassend nach Zeugen, die Angaben zur Drohne, zum Piloten oder zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen machen können. Hinweise nimmt die Polizeistation Malente unter der Telefonnummer 04523 201780 entgegen.
Ob ein Drohnenflug zulässig ist, hängt unter anderem vom Flugort, der Flughöhe und den konkreten Umständen ab. Die Polizei prüft daher im Einzelfall, ob die geltenden luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen eingehalten wurden.