"Otto" galoppierte über die Autobahn.
Neben dem schrecklichen Unglück mit Todesfolge, in welches Scott Brash am Donnerstag verwickelt war, und dem ebenso tragischen Unfall dreier Dressurpferde in Kanada gab es weitere Nachrichten über Pferde im Straßenverkehr, die einmal mehr zeigen, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Sicherheit eingehend auseinanderzusetzen. Dadurch kann zwar nicht jedes Unglück verhindert werden, aber einige davon durchaus.
Pferd galoppiert allein über die A2
Am Mittwoch dann galoppierte der Wallach „Otto“ allein mehrere Kilometer weit über die A2 bei Oelde nahe Bielefeld. Zu Unfällen durch das Pferd kam es nicht. Der Wallach war von einer Koppel in der Nähe des münsterländischen Oelde entlaufen. Das Tier war bereits mehrere Kilometer auf der Gegenfahrbahn unterwegs, als der Bielefelder Lkw-Fahrer Armin Becher eingriff. Becher fuhr etwa einen Kilometer voraus, stellte seinen Lkw auf dem Standstreifen ab und brachte den Verkehr mithilfe seiner Warnweste zum Anhalten. Anschließend stoppte er auch die Fahrzeuge auf der gegenüberliegenden Fahrbahn. Als das Pferd auf ihn zulief, hielt er ihm die Arme entgegen und verhinderte, dass es an ihm vorbeilief. Schließlich ließ sich das Tier von ihm beruhigen und streicheln, berichtet der WDR. Da das Pferd weder Sattel noch Halfter trug, organisierte Becher bei einem anderen Lkw-Fahrer einen Spanngurt, um es halten zu können. Die angerückte Polizei Bielefeld führte es anschließend von der Autobahn.
Die Besitzerin konnte ermittelt werden und holte ihr Pferd daraufhin mit einem Anhänger ab. Wie Otto von seiner Koppel entkommen konnte, ist bislang unklar. Nach Angaben seiner Besitzerin war der Zaun unbeschädigt. Die Besitzerin dankte dem Lkw-Fahrer für seinen Einsatz:
Das ist natürlich extrem mutig, an der Autobahn zu halten und dann auch noch versuchen den Verkehr zu stoppen, um quasi mein Pferd zu retten und das ist natürlich mega, da bin ich sehr dankbar drüber.
Motorradfahrer provoziert womöglich Unfall: Reiterin schwer verletzt
In Hermannsburg im Landkreis Celle ist eine 23-jährige Reiterin bei einem Unfall schwer verletzt worden. Die Polizei sucht nun nach einem Motorradfahrer, da dessen Verhalten das Pferd möglicherweise zum Durchgehen gebracht hat.
Die junge Frau war vergangene Woche mit zwei weiteren Reiterinnen auf der Alten Celler Heerstraße unterwegs. Auf Höhe des Reit- und Fahrvereins kam ihnen ein Motorrad entgegen. Nachdem der Fahrer die Gruppe passiert hatte, gab er laut Polizei lautstark Gas. Daraufhin ging eines der Pferde durch. In der Nähe eines Grabens kam es zum Sturz. Die Reiterin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Pferd überstand den Sturz nahezu unverletzt.
Das Polizeikommissariat Bergen bittet Zeugen um Hinweise. Bei dem gesuchten Motorrad soll es sich um ein silberfarbenes Fahrzeug mit vermutlich Wolfsburger Kennzeichen und einem Koffer am Heck handeln. Der Fahrer wird als kräftig beschrieben und trug schwarze Motorradkleidung sowie einen Helm.
Isabell Werth sichert sich Louisdor-Quali
Endlich hat es doch noch geklappt. In Pinneberg hatten Isabell Werth und der Dunkelfuchs Back vor Good aus dem Besitz der Österreicherin Victoria Max-Theurer schon einmal ganz vorn gestanden. Doch dann gab es die nachträgliche Disqualifikation. Grund: Pferde, die in den Finalqualifikationen um den Louisdor-Preis konkurrieren, müssen S-platziert sein. Das sieht jetzt anders aus. Und so qualifizierte sich der Ben Benicio-Sohn aus der brandenburgischen DSP-Zucht fast schon mühelos im nordhessischen Guxhagen-Dörnhagen. Anna Schölermann und Vitally PCH zeigten ebenfalls eine schöne Vorstellung und sind als Zweite in der Louisdor-Quali ebenfalls beim Finale in der Frankfurter Festhalle dabei.
Für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals, welches ebenfalls in Frankfurt kurz vor Weihnachten abgehalten wird, qualifizierten sich die 18 Jahre alte Rose Oatley und der neunjährige Wallach Ferdades, ein Nachkomme des Frascino. Auf dem zweiten Platz stand Rose mit dem Sieger der Einlaufprüfung, dem ein Jahr jüngeren Debutant PS.
Den Grand Prix auf Drei-Sterne-Niveau in Guxhagen-Dörnhagen gewannen Dorothee Schneider und Maxi Krafts Barcelo OLD vor Elisabeth von Wulffen und Vis-a-Vis.
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Frederic Wandres und Fred vorn
Beim eigentlich recht kleinen Dressurturnier in Troisdorf war reichlich Prominenz am Start. Allen voran zeigte sich Mannschafts-Weltmeister Frederic Wandres hocherfolgreich. Und er hat jetzt einen Namensvetter dabei: Fred! Der ist zwölf und ein Sohn von Tannenhofs Fahrenheit, den einst Anja Plönzke ritt. In Troisdorf absolvierte Fred seinen ersten Start überhaupt auf Drei-Sterne-Niveau. Frederic Wandres und Fred gewannen sowohl den Grand Prix auf Drei-Sterne-Niveau als auch den Grand Prix Special.
In der Vier-Sterne-Tour siegte im Grand Prix die Schwedin Therese Nilshagen mit Navarro vor der Schweizerin Delia Eggenberger mit Santa Maria. Lena Haßmann und die erst neunjährige Oldenburger Governor-Tochter Chere Celine OLD belegten Platz drei. Im Grand Prix Special hieß die Siegerin Delia Eggenberger vor Lena Haßmann.
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Harm Lahde auf Platz fünf im Großen Preis von Rabat
In Rabat in Marokko wird derzeit ein CSOI4*-W mit Nationenpreis ausgetragen. Den Großen Preis gewann Abdullah Alsharbatly mit Diriyah alias Dubai du Cedre, der seinen kürzliche Suspendierung abgesessen hat.
Platz zwei ging an den Franzosen Olivier Perreau mit Himalaya du Temple vor dem Schweizer Edouard Schmitz mit Garmin van’t Naastfeldhof. Auf Platz fünf war Harm Lahde mit GSI Sir Dominator von Dominator 2000 Z bester Deutscher.
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Vogels Team Helios auf Platz vier
Bei der hochdotierten US-Team-Serie, der MLSJ Team Competition, konnte das Team Helios um Richard Vogel am Samstag Platz zwei erringen. Neben Vogel auf Casallo ritten auch Rene Dittmer mit Caldwell und Roberto Teran Tafur mit CSP Callas. Der Sieg ging an das Team Trelawney Trailblazers, für das Marlon Modolo Zanotelli unterwegs ist.
Den Grand Prix Qualifier gewann der US-Amerikaner Spencer Smith mit Keeneland vor McLain Ward mit First Lady und Christian Kukuk mit HK Carrera.
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Max Haunhorst gewinnt World Cup-Qualifier in Rumänien
Max Haunhorst gewann den CSI3* Weltcup-Qualifier über 1,50 Meter beim Danube Tour Final im rumänischen Snagov. Er saß dabei im Sattel vonI’M Spezial 2, einer erst achtjährigen I’m Special de Muze-Tochter. Mit der ebenfalls achtjährigen Cera Blue B belegte er zudem Platz fünf. Den zweiten Platz sicherte sich der Ungar Peter Szuhai mit Corbluecenta.
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Sieg für Daniel Deußer in St. Tropez
In St. Tropez stand am Samstag Daniel Deußer mit dem 15 Jahre alten Bingo Ste Hermelle in einem Springen über 1,45 Meter ganz vorn. Im heutigen Großen Preis gab es aber einen französischen fünffachen Erfolg: Ganz vorn stand am Ende Nicolas Layec mit Fee de Caryan. Gerrit Nieberg wurde als bester deutscher Teilnehmer mit Blues d’Aveline nach einem Zeitstrafpunkt im Umlauf 13.
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