ACSI Daisy Dynamite und Ann-Catrin Bierlein © FEI/Libby Law

ACSI Daisy Dynamite heißt die neue Weltmeisterin der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde.

ACSI Daisy Dynamite heißt die neue Weltmeisterin der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde und bringt den Sieg damit nach Westfalen. Vorgestellt wurde die Schimmelstute von U25-Reiterin Ann-Catrin Bierlein. Für sie ist der Sieg bei der WM im französischen Le-Lion d’Angers ein weiterer Höhepunkt ihres famosen Jahrens. Bei der ersten WM der U25-Reiter gehörte Bierlein zum deutschen Team und sicherte sich die Silbermedaille. Nun ist klar, dass neben ihrem dortigen bereits 18 Jahre alten Star Sir Scotty auch der Nachwuchs schon in den Startlöchern steht. ACSI Daisy Dynamite könnte in jedem Fall eine große Zukunft vor sich haben. Die Reiterin selbst war überwältigt und konnte ihr Glück kaum fassen.

Das war schon überraschend, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Aber ich freue mich unglaublich, wie meine Stute sich hier präsentiert hat und was wir gemeinsam geschafft haben. Daisy Dynamite wurde von meinen Großeltern selbst gezogen. Ich war bei der Geburt dabei und habe sie von Anfang an selbst ausgebildet. Seit dem letzten Jahr hat sie sich noch einmal richtig gut weiterentwickelt. Überhaupt ist sie immer sehr arbeitswillig und kooperativ, gleichzeitig sensibel und manchmal mit einer etwas kurzen Zündschnur, aber dabei immer lieb und ein echtes Familienpferd. Ich bin meinem Großvater sehr dankbar, dass er schon so früh die grandiose Idee hatte, mit Diacontinus zu züchten. Heute weiß man ja, dass es viele gute Pferde von ihm gibt.

ACSI Daisy Dynamite stammt ab vom Diacontinus, gezogen von Dr. Rolf Wilcken aus einer Casall-Mutter. Mit 29,4 Minuspunkten belegte das Paar in der Dressur zunächst Platz zwei und konnte dank der Nullrunden im Gelände und Parcours am Ende den Spitzenplatz erobern. Besser als ACSI Daisy Dynamite mit seiner Reiterin war zunächst Patrick Verbakel aud den Niederlanden mit Passoa unterwegs. Zwei Abwürfe im Springen warfen die beiden aber zurück. Silber ging deshalb an den französischen Wallach Kosmik d’Elbe und seinen Schweizer Reiter Robin Godel (31,3 Minuspunkte). Die Bronzemedaille holte knapp dahinter die irische Stute Monbeg Kobe mit dem Australier Kevin McNab (31,4 Minuspunkte).

Von den 45 Startern bei den Sechsjährigen stammten insgesamt zehn Pferde aus deutscher Zucht. Der Hannoveraner Wallach Herakles von Herald, vorgestellt von der Belgierin Lara de Liedekerke-Meier, galoppierte auf den neunten Platz.

Beckenbruch bei Andreas Dibowski

Gar nicht wie gewünscht endete die WM für Routinier Andreas Dibowski. An der vorletzten Kombination der Geländestrecke kamer mit dem Holsteiner Codero zu Fall. Das Pferd blieb unverletzt, doch Andreas Dibowski muss nun erst einmal pausieren. Er soll ersten Untersuchungen zufolge einen Beckenbruch erlitten haben. Die weitere Diagnostik und Behandlung soll in Deutschland stattfinden.

Wir waren bis dahin sehr gut unterwegs, Codero war sehr motiviert, hat sich an den Hecken aber mit der Distanz vertan. So etwas passiert. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Und am wichtigsten ist, dass Codero keine Verletzung davongetragen hat.

Bei den siebenjährigen Vielseitigkeitspferden gewann Tara van het Leliehof mit der Belgierin Lara de Liedekerke-Meier. Silber ging an den AES-Wallach Bueno mit dem Briten Hector Payne. Für den und der Selle-Francais-Hengst Jeroboam Wal mit seinem französischen Reiter Alexis Goury gab es Bronze. Um nur einen beziehungsweise zwei Plätze verpassten der Holsteiner Darwinn mit dem US-Amerikaner Philipp Dutton und der Hannoveraner Archie CC mit der deutschen Amateurmeisterin Caro Hoffrichter die Top Ten in ihrer Altersklasse.

Alle Ergebnisse aus Le-Lion d’Angers gibt es hier.

 

 

 

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