Sophie Hinners ist seit über zehn Jahren schon in Hamburg zu Gast. Hier mit 18 Jahren auf Chevignon 2016.
Jetzt ist die offizielle Bestätigung da: Die hochdotierte Premier Jumping League (PJL) kommt nach Deutschland. HOOFORIA hatte bereits mehrfach über die PJL berichtet. Hamburg war in diesen Berichten immer wieder im Gespräch für eine Etappe der Serie gewesen.
Vom 3. bis 5. September 2027 macht die neue internationale Teamspringserie im traditionsreichen Hamburger Derby-Park in Klein Flottbek Station. Die von McCourt Global unterstützte Liga soll in ihrer Premierensaison 16 Teams mit insgesamt 80 Spitzenreitern an neun Austragungsorten in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten zusammenbringen.
Als PJL-Botschafterin tritt die aktuelle Nummer 12 der Weltrangliste, Sophie Hinners, auf.
300 Millionen US-Dollar Preisgeld
Die PJL will den Springsport mit einem neuen, teamorientierten Wettkampfformat einem breiteren Publikum zugänglich machen. Für die ersten drei Saisons sind insgesamt 300 Millionen US-Dollar an garantierten Preisgeldern vorgesehen. Startberechtigt für die Teamselektion sind ausschließlich Reiter, die in den Top 250 der Weltrangliste geführt werden.
Sophie Hinners begrüßt den deutschen Austragungsort.
Ich freue mich unglaublich, dass die PJL 2027 nach Hamburg kommt. Wir waren in diesem Jahr als Nationalmannschaft sehr erfolgreich. Deshalb fühlt es sich passend an, dass eine neue, zukunftsorientierte Liga ihre Wettbewerbe zu uns nach Deutschland bringt.
Hinners verbindet mit der Liga auch die Hoffnung, neue Zuschauer für den Springsport zu begeistern.
Ich hoffe, dass die PJL neue Zielgruppen vom Springsport zu faszinieren. Allzu oft wird unser Sport missverstanden. Die PJL bietet die Chance, das zu ändern und zu zeigen, was es wirklich bedeutet, auf höchstem Niveau anzutreten.
Tradition trifft auf neues Format
Geplant ist eine kostenlose Übertragung der Springen, um weltweit ein größeres Publikum zu erreichen. Zudem arbeitet die PJL mit Box to Box Films zusammen, der Produktionsfirma hinter der Netflix-Serie Formula 1: Drive to Survive, um die Persönlichkeiten und Geschichten des Springsports stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Bei der Auswahl der Austragungsorte berücksichtigt die Liga nach eigenen Angaben auch die Anforderungen des Pferdewohls. Der Kalender soll sich am natürlichen Verlauf des internationalen Turniergeschehens orientieren, unnötige Reisen reduzieren und Standorte mit geeigneten Böden, Stallungen und weiteren Reitsportanlagen einbeziehen. Neben modernen Veranstaltungsorten sollen traditionsreiche Plätze wie Hamburg die Geschichte und Werte des Springsports bewahren. Die Anzahl der Stationen wurde mittlerweile von geplanten 14 auf neun reduziert.
Die Veranstaltung im Hamburger Derbypark wird von Schafhof Connects in Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein (NFR) organisiert, der hinter dem traditionsreichen Derby steht.
Matthias A. Rath, CEO von Schafhof Connects, betont:
Der Derby-Park ist tief in der deutschen Reitsporttradition verwurzelt. Er ist geprägt von den Erinnerungen, die Generationen von Reitern und Fans hier gesammelt haben. Wir möchten an diese Geschichte anknüpfen und sowohl langjährige Derby-Fans als auch Menschen willkommen heißen, die den Springsport gerade erst für sich entdecken.