Mario Stevens und Carrie auf der Siegerstraße.
Mario Stevens befindet sich gern auf der Siegerstraße. Ganz besonders liebt er dieses Gefühl bei Turnieren, die ihm besonders am Herzen liegen. Dazu gehört der Agravis-Cup in Oldenburg.
Nach seinem Erfolg im Championat am Samstag mit Starissa FRH setzte er sich am Sonntag mit der zwölfjährigen Oldenburgerin Carrie auch im Großen Preis durch. Für Stevens war es bereits der zweite Sieg in dieser Prüfung mit der Stute – und der sechste Sieg im Großen Preis von Oldenburg insgesamt.
Schon am Samstag hatte Stevens orakelt:
Vielleicht macht es Carrie Starissa ja nach.
Sieben Kombinationen qualifizierten sich für das entscheidende Stechen. Stevens blieb im Stechen fehlerfrei und legte mit 35,05 Sekunden die Bestzeit vor. Bis zum Schluss musste er um den Sieg bangen. Sein Vereinskamerad Maximilian Lill kam mit dem erst achtjährigen Cord Carte auf 35,39 Sekunden und verpasste den ersten Platz nur knapp.
Mein Zittern lag an meinem Vereinskameraden Maxi Lill, der noch nach mir kam. Von ihm weiß ich, dass er schnell ist. Und sein Pferd ist mit seinen acht Jahren schon verdammt weit! Aber am Ende war alles gut für uns! Ich bin mächtig stolz auf Carrie!
Lill zeigte sich trotz des knappen Rückstands zufrieden.
Ich bin super stolz, was uns da gelungen ist. Zuerst wollte ich Marios Zeit nicht mehr angreifen, dann hat mich aber doch noch der Ehrgeiz gepackt.
Ebenfalls überglücklich war die drittplatzierte Emelie Pieper, die mit der zehnjährigen Mecklenburger Stute Viva ebenfalls fehlerfrei blieb und nach 36,14 Sekunden ins Ziel kam. Für die Reiterin war es der erste Auftritt in Oldenburg. Entsprechend groß war ihre Freude.
Für mich ist das alles ein Traum. Ich war noch nie hier, und dann erreiche ich direkt den dritten Platz im Großen Preis.
Stevens nutzte die Gelegenheit des Sieges, um die Bedeutung des Turniers hervorzuheben und sich bei den Verantwortlichen zu bedanken.
Diese Turniere sind ganz, ganz wichtig. Bitte macht alles, damit das immer so weitergeht.
Das Finale der Mittleren Tour ging derweil an Henrike Ostermann und die 13 Jahre alt OS-Stute Caletta. Wie die Siegerin im Großen Preis, Carrie, stammt sie ab von Christian. Platz zwei ging an Sören Suppert und La Chapelle vor den Publikumslieblingen Clara Blau und Paul.
Bei den siebenjährigen Youngstern gewann der Continental Blue-Sohn Contigo PS Z mit Luke Jensen im Sattel.
Serious und Friederike Tebbel gewinnen Derby Stars von Morgen
Die Nachwuchs-Dressur-Prüfung „Derby Stars von Morgen“ ging an Friederike Tebbel, Ehefrau von Maurice Tebbel, und den zehnjährigen Wallach Serious von San Amour. Die beiden hatten schon in der Einlaufprüfung an der Spitze gestanden.
Das Paar erhielt in der Dressurprüfung der Klasse S*** mit Piaffe und Passage 73,768 Prozent. Elisabeth von Wulffen mit Triple A (72,023 Prozent) und Bianca Nowag-Aulenbrock mit Vaida-Girl (71,279 Prozent) komplettierten das Podium.
Die Nachwuchsserie wurde von Aktiven, Richtern und Kommentator Christoph Hess einmal mehr ausdrücklich gelobt. Entweder muss das Pferd für die Serie jünger als zwölf Jahre und noch nicht im Grand Prix platziert sein oder der Reiter beziehungsweise die Reiterin darf das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Hess’ Urteil:
Es gibt nichts Idealeres, um in den Großen Sport zu kommen. Das gilt für Pferde wie Aktive gleichermaßen.
Siegerin Friederike Tebbel freute sich über die Leistung von Serious jedenfalls sehr:.
Es lief einfach spitzenmäßig. Wir sind top-zufrieden. Auf Sicht möchte ich ihn auch international reiten.
Alle Ergebnisse aus Oldenburg gibt es hier.



