Bas Moerings und Ipsthar © S. Lafrentz

Bas Moerings und Ipsthar auf dem Weg zum Sieg.

Ganz vorne gab es nichts zu holen in den beiden Hauptspringen des Indoor Brabant in s´Hertogenbosch. Doch dahinter und in den weiteren Springen gab es doch einige freudige Meldungen. Doch der Reihe nach.

Am Freitag gewann der Niederländer Bas Moerings das Hauptspringen des Tages über 1,55 Meter. Und immer, wenn ein Niederländer in s´Hertogenbosch gewinnt, dann kocht die Halle über. So geschehen mit Willem Greve im Best of Champions. Und so erneut geschehen bei Moerings und dem 13 Jahre alten Hengst Ipsthar aus der niederländischen Zucht, als sie im Stechen quasi die Konkurrenz düpierten. Denn 38,91 Sekunden standen am Ende bei den Siegern zu Buche. Die zweitplatzierte Petronella Andersson mit der belgischen Stute Odina van Klapscheut kam auf 41,43 Sekunden.

Das ‚Problem‘ im Stechen war eindeutig: Bei der hohen Anzahl von 13 Startern riskierten die meisten sehr viel – und es hagelte Abwürfe. Nur die ersten vier Paare – neben den genannten auch Harrie Smolders und sein bewährter 17 Jahre alter Monaco auf Platz drei sowie Thibeau Spits mit Impress-K van’t Kattenheye Z als Vierte. Ein deutsches Paar hatte es ins Stechen geschafft und gehörte zu jenen Vier-Punkte-Reitern: Philipp Weishaupt und der zwölfjährige Kannan-Sohn Oreo erreichten den achten Platz.

„Ich bin unglaublich stolz auf meinen Hengst“, sagte Moerings anschließend mit einem breiten Lächeln. „Ipsthar hat diesen Sieg wirklich verdient. Ich habe alles mit ihm gelernt, und er musste sich von mir einiges gefallen lassen. Aber er nimmt mir meine Fehler nie übel und wird immer besser. Alles fängt an, sich zusammenzufügen, und heute hat einfach alles gepasst.“

Sieg für legendären Steve Guerdat

Im Hauptspringen des Samstags über 1,50 Meter war der Jubel des Publikums nicht viel geringer als bei Moerings. Kein Wunder, denn Steve Guerdat kommt seit Jahrzehnten gern nach s´Hertogenbosch und ist ohnehin eine Legende. Der Olympiasieger von 2012 hatte im vergangenen Jahr sehr mit der eigenen Gesundheit zu kämpfen, ist nun aber längst zurück im Geschehen.

Steve Guerdat und Lancelotta

Steve Guerdat und Lancelotta siegten am Samstag. (© S. Lafrentz)

Dieses Mal standen sogar 16 Paare im Stechen. Die blitzschnelle Runde von Guerdat und seiner 13 Jahre alten Stute Lancelotta war also eine echte Leistung, gab es doch auch zehn Doppelnuller. 32,89 Sekunden standen für das Schweizer Top-Paar zu Buche. Der zweite Platz ging an Harrie Smolders aus den Niederlanden und Mr. Tac in 33,20 Sekunden. Da war der Jubel natürlich auch nochmal groß. Doch auch wenn es am Ende ’nur‘ Platz zwei für die Niederlande wurde, tat dies der Stimmung keinerlei Abbruch! Dritte wurden der Franzose Kevin Staut und die zehnjährige Stute Vida Loca Z vor seinem Landsmann Simon Delestre mit Gatsby du Tillard.

Katrin Eckermann ritt als beste deutsche Teilnehmerin auf einen hervorragenden fünften Platz mit der 13 Jahre alten Stute Dialou Blue PS. Daniel Deußer und Pepita van´t Meulenhof erreichten ebenfalls mit einer Doppelnull Platz neun.

„Es ist immer schön zu gewinnen, besonders nach einem richtig guten Stechen. Schließlich sind Stechen das Beste an unserem Sport“, kommentierte Steve Guerdat.

Deutscher Doppelerfolg

Außerdem gab es in s´Hertogenbosch auch einen deutschen Doppelerfolg. Verantwortlich waren einmal mehr zwei, die bei der EM gemeinsam auf dem Podium standen und ohnehin gemeinsam durchs Leben gehen: Richard Vogel und Sophie Hinners. Vogel sicherte sich mit dem zehn Jahre alten Diamant de Semilly-Sohn Diamant de Casall aus der Holsteiner Zucht in 55,31 Sekunden Platz eins des Springens nach Fehlern und Zeit über 1,45 Meter. Platz zwei ging an Hinners mit der zwölfjährigen Cardento-Tochter Come Away Flamingo Z in 57,22 Sekunden. Die beiden waren jüngst noch in den Emiraten erfolgreich gewesen. Piet Raijmakers jr. ritt auf den dritten Platz mit dem Holsteiner For Fashion-Sohn For Freedom. Vierte wurden Katrin Eckermann und der erst neunjährige Comilio aus der westfälischen Zucht von Comme il faut. Platz acht ging an Daniel Deußer und Silence Dwerse Hagen.

Richard Vogel und Diamant de Casall

Richard Vogel und Diamant de Casall sind beim Dutsch Masters hocherfolgreich. (© S. Lafrentz)

Auch im Indoor Derby war Richard Vogel mit Diamant de Casall erfolgreich vorn dabei. Die beiden ritten auf Platz sechs beim Sieg von Henk van de Pol und der 13 Jahre alten Stute No Fathers Girl. Daniel Deußer und Silence Dwerse Hagen wurden Neunte. Schon am ersten Turniertag hatte Vogel mit Diamant de Casall ein Springen gewonnen.

Alle Ergebnisse vom Dutch Masters gibt es

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