Harry Charles ritt mit Holst Freda Großbritannien zum Sieg.
Es sollte nicht sein bei dieser dritten Etappe der League of Nations. Die Fehler bei Deutschlands Springreitern verteilten sich so ungünstig, dass es sich am Ende nicht einmal mit der Teilnahme am zweiten Umlauf ausging. Daran änderte auch eine begeisternde Nullrunde von Richard Vogel und seinem zwölfjährigen Holsteiner Schimmelhengst Cloudio nichts. Der Casall-Sohn spielte mit den Anforderungen, aber die Zeit war nicht schnell genug für das Erreichen der zweiten Runde.
Gleich zu Beginn gab es einen Abwurf für René Dittmer und die 13 Jahre alte Holsteinerin Corsica X. Noch wäre das nicht schlimm gewesen. Doch bei Michael Jung und dem erst neun Jahre alten Fischerheros Z ging beim Debüt in der League of Nations einiges schief, sodass sie mit acht Punkten ins Ziel ritten. Und bei Mario Stevens und dem deutlich erfahreneren 13 Jahre alten Starissa FRH fielen gleich drei Stangen. Das war zuviel für eine zweite Chance in der nächsten Runde. Aber auch Frankreich ereilte das Ausscheiden und Zuschauen. Mit 20 Punkten lagen sie am Ende trotz Top-Besetzung von Nina Mallevaey, Jeanne Sadran, Antoine Ermann und Kevin Staut noch einmal deutlich hinter Deutschland.
Vorne dagegen wurde der Nationenpreis in einem Dreier-Stechen entschieden. Großbritannien, die Vereinigten Staaten und die Schweiz sprangen um den Sieg. Am Ende blieben die drei Reiter im Stechen – Harry Charles mit LT Holst Freda, Marilyn Little mit La Contessa und Jason Smith mit Picobello van’t Roosakker – allesamt fehlerfrei. Die Zeit entschied und war beim Briten Harry Charles am besten. Platz zwei ging an die USA vor der Schweiz.
Deutschland führt Gesamtwertung weiterhin an
Für das britische Team ritten neben Charles Ben Maher mit dem ehemals von Marco Kutscher vorgestellten Catelly, Sienna Miller mit Chawton und Jessica Mendoza mit Summerhouse. Anzumerken ist, dass das Team im ersten Umlauf mit acht Punkten nur geringfügig besser war als Deutschland mit seinen zwölf Punkten. Dasselbe gilt für die USA. Aber dieses Zünglein an der Waage machte es am Ende aus.
Trotz des neunten Platzes hat Deutschland weiterhin die Führung in der Gesamtwertung vor Großbritannien und Irland inne. Erst im September geht es in St. Tropez-Gassin weiter.
Alle Ergebnisse aus Rotterdam gibt es hier.