Das Podium in Miami Beach mit Madrid in Motion, Valkenswaard United und den Caiso Pharaohs.
Spannender hätte der Start der Global Champions League nicht sein können: Am Ende siegte Madrid in Motion, die Cannes Stars um Sophie Hinners und Katrin Eckermann kämpften sich auf den vierten Platz. Doch der Reihe nach …
Denn in der ersten Runde der Global Champions League von Miami Beach wollte es für die deutschen Teilnehmer nicht so recht laufen. Die größte Enttäuschung gab es sicherlich bei Riesenbeck International. Denn sowohl Marco Kutscher mit dem 14 Jahre alten Catalido-Sohn Catelly aus der Holsteiner Zucht als auch Philipp Weishaupt mit dem zwölfjährigen Kannan-Sohn Oreo D.R. mussten gleichermaßen acht Punkte einstecken. Da nur noch die besten zehn Teams in Runde zwei in der League einziehen, war für sie damit bereits nach einem Umlauf Endstation. Am Ende rangierte Riesenbeck International auf dem 14. und damit vorletzten Platz. Das hatte sich das Team von Ludger Beerbaum zum Saisonauftakt am Strand von Miami ganz anders vorgestellt.
Cannes Stars mit Kampfgeist
Ebenfalls anders vorgestellt hatten sich wohl die Cannes Stars die erste Runde. Schließlich waren auch sie Mitfavoriten. Doch der schwere Parcours fordete auch bei Sophie Hinners und Katrin Eckermann Triibut. Zunächst musste Hinners mit der zwölfjährigen Combella von Cornet de Lys einen Abwurf hinnehmen, dann folgte ein Springfehler am selben Hindernis bei Katrin Eckermann und der 13 Jahre alten Diarado´s Boy-Tochter Dialou Blue PS aus der OS-Zucht. Das bedeutete zwar den Einzug unter die besten zehn, aber einige andere waren doch deutlich besser unterwegs.
Doch die Cannes Stars bewiesen in ihrer dritten Global Champions League-Saison Kampfgeist. In Runde zwei blieben zunächst Sophie Hinners und der erst zehn Jahre alte KWPN-Wallach Lommers fehlerfrei, der sich über die Wintersaison in den Emiraten enorm weiterentwickelt hat. Danach gaben sich auch Katrin Eckermann und ihre 13 Jahre alte Comme il Faut-Tochter Chao Lee aus der Zucht und im Besitz ihres Vaters Otmar keine Blöße. So ging es noch nach vorn auf den vierten Platz.
„Wir sind stolz darauf, dass wir mit viel Kampfgeist noch am Podium kratzen konnten“, erläuterte Sophie Hinners. „So wurde es ein versöhnlicher Start in die neue Saison. Wir sind alle begeistert, hier wieder am Strand zu reiten. Es ist ein wunderbarer Ort!“
Start-Ziel-Sieg für Madrid in Motion
Das Podium machten andere unter sich aus. Allen voran die Sieger von Madrid in Motion, die absolut souverän mit zwei Doppelnullern gewannen. Es ritten der Niederländer Maikel van der Vleuten mit dem zehnjährigen Quastor v/d Heffinck und Jack Whitaker mit der zwölf Jahre alten Emerald-Tochter Izara des Dames in Runde eins sowie van der Vleuten mit dem 16 Jahre alten Routinier Beauville Z N.O.P. in Runde zwei zusammen mit dem Luxemburger Victor Bettendort und dem elf Jahre alten Armitages Boy-Sohn Atchoum de la Roque Z.
Platz zwei ging an das Team Valkenswaard United mit Edwina Tops-Alexander, Ehefrau von Tour-Gründer Jan Tops, und dem Belgier Gilles Thomas. Tops-Alexander hatte den 16 Jahre alten Fellow Castlefield und den zwölfjährigen Cydello dabei, den sie von Richard Vogel übernommen hatte. Mit beiden zeigte sie eine Nullrunde. Gilles Thomas hatte mit der zehnjährigen Qalista einen Abwurf, mit der ebenfalls zehnjährigen Qiara de Kalvaria blieb er fehlerfrei.
Dritter wurde das neue Team der Cairo Pharaohs. Hier ritt die Niederländerin Annelies Vorsselmans mit dem 13 Jahre alten Wallach Trezeguet mit einem Abwurf ins Ziel, mit dem elfjährigen VDL Kelton blieb sie fehlerfrei. Ebenfalls fehlerfrei unterwegs waren der Niederländer Pim Mulder mit Viktor Z in Runde zwei und Nayel Nassar, Ehemann von Jennifer Gates, mit der zwölfjährigen Orphea HQ in Runde eins.
Stolz auf den Sieg
Maikel van der Vleuten erklärte nach dem Sieg: „Ich glaube, wir können sehr stolz auf unsere Reiter, unsere Pferde und alle Beteiligten sein, die uns zu diesem Sieg verholfen haben. Es ist ein fantastisches Gefühl, die Saison mit einem Sieg zu beginnen, und darüber freuen wir uns sehr.“
Teamkollege Victor Bettendorf fügte hinzu: „Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden mit den Pferden. Wir sagten uns, wir bräuchten nur zwei fehlerfreie Runden, dann wäre alles gut. Wir sprachen ein wenig über die Strategie. Nicht zu langsam zu sein, falls wir einen Abwurf hätten. Und ich denke, wir haben heute einen perfekten Job gemacht. Alle Reiter waren großartig, die Pferde ebenfalls, also vielen Dank an das gesamte Team. Es ist toll, Teil dieses Abenteuers zu sein.“
Edwina Tops-Alexander vom zweitplatzierten Team meinte: „Das Team und die Pferde waren großartig – sehr konstant und in Topform. Wir haben einfach versucht, schnelle, fehlerfreie Runden zu springen. Wir sind wirklich glücklich.“
Der 45 Jahre alte Niederländer Pim Mulder meinte zu seiner ersten Saison in der League: „Vielleicht bin ich noch nicht so erfahren, deshalb habe ich Nayel – dessen Pferd so gut gesprungen ist – gefragt: ‚Bist du sicher, dass ich die zweite Runde reite?‘ Aber er sagte, er sei sich sicher, und ich bin wirklich froh darüber. Die Unterstützung durch das Team hat mir viel Selbstvertrauen gegeben.“
Einzelerfolg für Katrin Eckermann
Katrin Eckermann sicherte sich derweil durch ihren couragierten Ritt mit Chao Lee in der zweiten Runde die Einzelwertung dieser Prüfung. Sie hatte am Ende rund vier Sekunden Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Sophie Hinners und Lommers ritten auf den fünften Platz. Die erste Runde hatte Nayel Nassar mit Orphea HQ gewonnen. Katrin Eckermann war mit Dialou Blue PS hier als Zwölfte noch platziert.
Alle Ergebnisse aus Miami Beach gibt es hier.