Alice Layher © C. Christmann/Quelle: Pferdesport Deutschland

Alice Layher war einmal mehr unschlagbar.

Der erst 17 Jahre alte Lukas Heitmann hat sich bei den Deutschen Meisterschaften Voltigieren in Münster seinen ersten Titel bei den Senioren gesichert. Der amtierende U18-Europameister setzte sich an der Longe von Hendrik Brühl mit seinem Oldenburger-Wallach Fürst Jever in einem bis zum letzten Umlauf spannenden Finale durch. Silber ging an Leon Hüsgen auf dem 16-jährigen Wallach San Felice Z, vorgestellt von Longenführerin Christina Ender. Jannik Heiland verabschiedete sich mit Bronze aus dem Einzelvoltigieren. Er war  auf dem Fuchswallach Rey Rubino an der Longe von Lars Hansen unterwegs. Für Bela Lehnen und Max, den Bronzegewinnern der WM in Aachen, gab es dieses Mal nur den vierten Platz und einen etwas schmerzhaften Abgang, der hoffentlich keine Folgen für den Turner hat. Ebenfalls seinen letzten Wettkampfstart bestritt Thomas Brüsewitz. Er beendete den Wettkampf – ebenso wie Jannik Heiland – mit Standing Ovations.

Lukas Heitmann auf dem Weg zum ersten Deutschen Meistertitel

Lukas Heitmann auf dem Weg zum ersten Deutschen Meistertitel (© C. Christmann/Quelle: Pferdesport Deutschland)

Gold für Alice Layher

Alice Layher wurde ihrer Favoritenrolle bei den Deutschen Meisterschaften der Einzelvoltigiererinnen in Münster gerecht. Nach WM-Gold in Aachen mit FBW Candy dominierte die 24-Jährige auch die nationale Konkurrenz. Sie setzte sich mit drei herausragenden Umläufen an der Longe von Daniel Zembrot an die Spitze des 18-köpfigen Starterfeldes. Es war zugleich ein besonderer Moment. Denn die 19 Jahre alte FBW Candy geht im kommenden Jahr in den Ruhestand, sodass die DM in Münster das letzte gemeinsame Turnier des Trios war. Silber sicherte sich wie im Vorjahr Annemie Szemes, die überraschende WM-Bronzegewinnerin, auf Rubinio an der Longe von Nina Vorberg. Bronze ging an Alina Roß Baron R, longiert von Volker Roß.

„Das ist natürlich wieder galaktisch gewesen, was Alice Layher so abliefern kann. Jetzt wo vielleicht auch noch so ein bisschen der Druck abgefallen ist“, schwärmte Bundestrainer Kai Vorberg nach Layhers Kür. „Dann sieht man auch nochmal mehr Leichtigkeit und Kontrolle und so eine Präzision in den Bewegungen, das ist wirklich gigantisch.“

Team Norka unschlagbar

Als amtierender Weltmeister und klarer Favorit ging das Team NORKA Automation des VV Köln-Dünnwald in die Deutsche Meisterschaft im Gruppenvoltigieren. Die Mannschaft wurde dieser Rolle in Münster eindrucksvoll gerecht. An der Longe von Alexandra Knauf turnte das Team auf ihrem Ecuador NRW in einer eigenen Liga und erhielt für seine erste Kür gleich zweimal die Höchstnote von 10,0 in der Artistik. Silber sicherte sich die Mannschaft vom RV Rhede I, Bronze ging an die Gruppe des RSV Neuss-Grimlinghausen I.

Nachdem Bela Lehnen bei seinem Einzelstart beim Abgang unglücklich gelandet war, verzichtete er sicherheitshalber auf den Start im Team, sodass Köln-Dünnwald nur noch zu fünft antrat. Aber auch eine umgebaute Kür und ein unfreiwilliger Abgang konnten den Gesamtsieg nicht gefährden. Zusammen mit Teamkollege Lehnen liefen sie eine Runde durch den Zirkel und ließen sich dabei feiern, anstatt wie üblich die Ehrenrunde zu rennen.

Das siegreiche Team Norka.

Das siegreiche Team Norka. (© C. Christmann/Quelle: Pferdesport Deutschland)

Die WM-Bronzegewinner Kimberly Hyks und Jannik Heiland sicherten sich Gold auf Crashkurs an der Longe von Andrea Harwardt mit nur 0,012 Punkten Vorsprung. Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert holten mit Chagall an der Longe von Andrea Lindhorst Silber. Bronze ging an Fabio Ring und Jana Düllmann mit Fantomas an der Longe von Alexandra Knauf.

Kimberly Hyks und Jannik Heiland

Kimberly Hyks und Jannik Heiland (© C. Christmann/Quelle: Pferdesport Deutschland)

Alle Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften in Münster gibt es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert