Sophie Hinners und Singclair (hier in Aachen) blieben erneut Doppelnull.
Es war bis zum Schluss spannend und äußerst knapp. Am Ende jedoch musste das deutsche Team Frankreich den Vortritt lassen. Die Lokalmatadoren zeigten mit nur einem Zeitstrafpunkt eine nahezu makellose Leistung. Für die Sieger waren Antoine Ermann mit Floyd des Pres, Nina Mallevaey war mit Dynastie de Beaufour, Julien Epaillard auf Fringan de Vesquerie und Olivier Perreau auf GL Events Dorai D’Aiguilly unterwegs. Epaillard lieferte die einzige Doppelnullrunde.
Von diesen gab es für Deutschland sogar zwei. Startreiter André Thieme und die 16 Jahre alte DSP Chakaria zeigten einmal mehr, wie stark sie nach ihrem gemeinsamen Comeback unterwegs sind. Die zweite Doppelnullrunde ging auf das Konto von Sophie Hinners und den elfjährigen Singclair, die sich immer deutlicher für einen sicheren WM-Startplatz positionieren. Dasselbe gilt natürlich auch für Thieme und Chakaria. Auch Daniel Deußer und Otello de Guldenboom präsentierten sich stark. Der zwölfjährige Sohn des Tobago Z blieb in Runde eins ohne Abwurf und hatte in Runde zwei einen Fehler.
Ausgerechnet beim eigentlich stärksten deutschen Paar, den Aachen-Siegern Richard Vogel und United Touch S, lief es im heutigen Nationenpreis jedoch nicht so ganz nach Plan. In der ersten Runde hätte er nicht starten müssen, da Deutschland ja mit weißer Weste dastand. Er tat es dennoch und musste drei Abwürfe hinnehmen. Woran das genau gelegen hatte, das wird den Perfektionisten Vogel nun wohl noch einige Zeit beschäftigen. In der zweiten Runde jedenfalls fiel auf der Schlusslinie ebenfalls eine Stange bei den beiden. Und so wurde Deutschland aufgrund der unglücklicheren Verteilung der Strafpunkte eben Zweiter.
Dennoch ist die Leistung der Mannschaft absolut positiv zu sehen. Auf den dritten Platz ritten die Iren mit neun Punkten.
„Hier vor diesem Publikum, bei einer so hervorragenden Organisation und in einer so großartigen Arena zu gewinnen, ist fantastisch“, sagte der französische Mannschaftsleiter Édouard Coupérie. „Sie sind alle unglaublich gut geritten. Julien hat mit einem Pferd, das gerade wieder zu seiner Bestform zurückfindet, zwei fehlerfreie Runden absolviert. Olivier hat eine großartige Runde hingelegt, und Antoine war mit nur einem Zeitfehler ganz nah an zwei fehlerfreien Runden dran. Bei Nina ist es immer entweder null oder vier Strafpunkte, und meistens ist es ein fehlerfreier Ritt. Das ist äußerst ermutigend für die Zukunft. La Baule war eine große Bewährungsprobe. Dieser Sieg gibt uns einen enormen Schub in Sachen Selbstvertrauen. Aber in den nächsten zwei Monaten bis zur WM kann noch viel passieren. Wir müssen diese Zeit nun sorgfältig gestalten und werden für jeden Reiter ein individuelles Programm ausarbeiten.“
Bundestrainer Otto Becker äußerte sich ebenfalls zufrieden „Das war eine großartige Teamleistung. Im ersten Umlauf dreimal Null, im zweiten auch noch mal zweimal. Wir wollten natürlich gewinnen, aber wir sind insgesamt sehr zufrieden.“
Alle Ergebnisse aus La Baule gibt es hier.