Das deutsche Team auf dem Podium. © Spruce Meadows Media/Mike Sturk

Das deutsche Team auf dem Podium.

Im vergangenen Jahr war es in einer fast identischen Besetzung in Sachen Reiter Platz zwei. Auch damals waren Sophie Hinners, Daniel Deußer und Richard Vogel dabei. Der fehlte dieses Mal, dafür ritt Jörne Sprehe mit Toys in den Parcours. Hinners war seinerzeit, als Deutschland den Briten den Sieg überlassen musste, mit Singclair unterwegs. Heute war es der wieder in Topform agierende My Prins. Daniel Deußer ritt 2025 Gangster v/d Noddelvelt, heute war es Pepita van’t Meulenhof BR. Einzig Richard Vogel hatte wie im Vorjahr den Holsteiner Schimmel Cloudio dabei.

Und während damals ein zählender Abwurf hinter herausragenden Briten nur zu Platz zwei reichte, waren es nun vier Punkte, die den Sieg im renommierten und hochdotierten Nationenpreis bedeuteten.

Aber beginnen wir am Anfang. Insgesamt waren neun Nationen am Start. Drei verabschiedeten sich gleich nach Runde eins: Kanada (mit gleich zwei Ausfällen), die Niederlande und Schweden. Für Frankreich war die zweite Runde zum Vergessen. Viele Abwürfe, Olivier Robert gab auf, Kevin Staut zog zurück. Die USA kamen auf Platz fünf auf fast schon für diese Nation unglaubliche 46 Fehlerpunkte. Für Vorjahrssieger Großbritannien standen als vierplatziertem Team 26 Punkte zu Buche.

Doch nun zum Podium. Das erreicht als Drittplatzierter Belgien mit insgesamt 21 Fehlerpunkten. Platz zwei sichert sich Irland mit 17 Fehlerpunkten.

Deutschland überragend

Das alles zeigt schon, wie schwer es war. Und doch gab es dieses eine Team. Den Weltmeister. Otto Beckers Mädels und Jungs. Absolut herausragend an diesem Tag: Sophie Hinners mit dem 14 Jahre alten My Prins. Der hatte bekanntlich lange mit einer Verletzung zu kämpfen, ist erst seit dem Sommer wieder auf höchstem Niveau dabei. In Calgary gelang den beiden die einzige (!) Doppelnullrunde im gesamten Starterfeld!

Für die anderen drei Teamreiter stand jeweils ein Abwurf zu Buche. Bei Daniel Deußer und Jörne Sprehe in Runde eins, bei Richard Vogel in Runde zwei. Ergibt mit Streichergebnis vier Punkte. Unschlagbar. Und Otto Becker bekam das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht!

Der Parcours von Leopoldo Palacios hatte viele Tücken. Glimpflich ging aber am Ende alles aus. Nur der Brite Ben Maher hielt sich nach seinem Sturz mit Catelly (der unbeschadet blieb) deutlich die Schulter.

Das komplette Ergebnis gibt es hier.

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