Das siegreiche deutsche Team in Hagen.
Die WM in Aachen kann kommen! Das kann man nach dem heutigen Nationenpreis in Hagen auf dem Hof der Familie Kasselmann mit Fug und Recht behaupten. Isabell Werth und Wendy de Fontaine, Frederic Wandres und Bluetooth OLD, Raphael Netz und Great Escape Camelot sowie Semmieke Rothenberger und Farrington zeigten allen, dass der Weg zu Gold nur an der deutschen Mannschaft vorbeiführen kann. Die Top-Teams aus Großbritannien und Dänemark waren nicht am Start, hier gibt es das Aufeinandertreffen erst Mitte August. Doch es ist die Form, die das Team zeigte, welche so überzeugend wirkte, nicht allein der Sieg.
Als erster Reiter für Deutschland ritt Raphael Netz mit dem 15 Jahre alten Great Escape Camelot zu 73,696 Prozent. Ein echter Auftakt nach Maß für den gebürtigen Hessen, der in Bayern lebt. „Camelot ist in der Form seines Lebens. Er hat in den vergangenen Monaten in verschiedenen Prüfungen seine Personal Best getoppt. Es hat macht einfach nur Spaß mit ihm. Ich kann einfach nur mein Bestes für ihn geben und denke, das ist heute ziemlich gut gewesen“, freute sich Netz.
Ebenfalls aus Hessen kommt Semmieke Rothenberger, die ihren 16 Jahre alten Farrington ebenfalls bis auf einen Fehler sehr gut durch das Viereck lenkte. „Es ist ein besonderes Gefühl bei meinem Lieblingsturnier auf dem Hof der Familie Kasselmann für das deutsche Team an den Start zu gehen. Farrington war total bei mir, beim Abreiten und auch im Viereck. Leider hatten wir einen teuren Fehler in den Einerwechseln. Vom Grundsatz her bin ich aber super zufrieden mit meinem Pferd“, so Rothenberger. Mit 71,935 Prozent beendeten die beiden den Grand Prix.
Souverän zum Sieg
Als sicheres Paar im deutschen Team gelten Frederic Wandres und sein 16 Jahre alter Olympiasieger Bluetooth OLD. Mit 76,087 Prozent lieferten sie einmal mehr eine hervorragende Leistung ab. Ein paar kleine Unsicherheiten sorgten dafür, dass die Noten nicht noch höher kletterten. „Es war ein kleiner Hallo-Wach-Anruf heute mit kleineren Fehlern und zugleich hat er sich wirklich gut angefühlt in der Prüfung, sodass wir Highlights setzen konnten“, beschrieb Wandres, der als Chefbereiter auf Hof Kasselmann tätig ist.
Als Schlussreiterin sicherte Isabell Werth mit der zwölfjährigen Wendy de Fontaine den Sieg für Deutschland. 81,051 Prozent standen zu Buche. Damit gewann sie die Prüfung vor Wandres und Netz. Semmieke Rothenberger ritt auf den fünften Platz. Isabell Werth freute sich über die gute Leistung ihrer Stute: „Wir hatten einen unnötigen Fehler in den Zweier-Wechseln. Sie war aber sehr entspannt und wir hatten einige Highlights wie die Piaffen und Passagen. Ich konnte den Ritt wirklich genießen.“ Insgesamt sicherte sich das deutsche Team den Sieg deutlich mit 230,834 Punkten vor Spanien mit 212,892 Punkten und den USA mit 210,957 Punkten.
Top Para-Dressurreiter
Bei den Para-Dressurreitern, die ebenfalls in Hagen noch einmal um die Teamplätze für die WM kämpfen, begeisterte vor allen Dingen Regine Mispelkamp mit ihrer Pramwaldhofs Bayala und dem Sieg in Grade V. In Grade IV sicherte sich Anna-Lena Niehues mit Vive l´Amour den zweiten Platz. Ebenfalls Zweite wurde Heidemarie Dresing mit Dooloop in Grade I. Gianna Regenbrecht erreichte im selben Grade mit First Florentine den fünften Platz mit einer Personal Best. In Grade II gab es Platz vier für Mara Meyer und HBS Daily Double und Platz sechs für Martina Benzinger und Imperia. Melanie Wienand wurde mit Lemony´s Loverboy Fünfte in Grade III.
In der Dressur fand zudem der CDI3*-Grand Prix statt, bei dem Lisa Müller Rang zwei auf Gut Wettlkam´s Zonik Hit OLD holte. Chatlott Maria Schürmann siegte im St. Georges mit Mr. Lova Lova.
Alle Ergebnisse aus Hagen gibt es hier.




Hat Frau Koch da vielleicht eine rosagetönte Brille ohne Durchblick getragen?? Dass Deutschland den Nationenpreis gewonnen hat, war angesichts der Konkurrenz aus der zweiten Reihe zu erwarten. Wer hätte die Mannschaft realistisch schlagen sollen? Schade für Hagen, dass die Konkurrenz so kurz vor Aachen den direkten Vergleich gescheut hat. Aber auch das dürfte keine Überraschung gewesen sein. Spannender war in der anderen ****-Serie das Duell zwischen Denoix und Viva Gold. Das Zuschauen hat Spaß gemacht.