Gerrit Nieberg und IB Queen © S. Lafrentz

Gerrit Nieberg und IB Queen beim Bad in der Menge.

Es war das Wochenende des Gerrit Nieberg! Vor dem Fürstbischöflichen Schloss in Münster sicherte sich der 33-Jährige gleich die beiden wichtigsten Springprüfungen beim Turnier der Sieger. Sowohl im Championat am Samstag als auch im Großen Preis am Sonntag hieß die Erfolgspartnerin IB Queen, eine elfjährige Tochter des  Quasimodo. Nach dem Verkauf von Ping Pong van de Lentamel an Denis Lynch hat er mit ihr endgültig wieder ein Top-Pferd unter dem Sattel.

Gerrit Nieberg und Ib Queen bei der Siegerehrung vor dem Schloss.

Gerrit Nieberg und Ib Queen bei der Siegerehrung vor dem Schloss. (© S. Lafrentz)

Im Großen Preis blieb das Paar auch im Stechen fehlerfrei und setzte sich mit einer Zeit von 42,17 Sekunden knapp gegen die Schweizerin Nadja Peter Steiner und den zehnjährigen Comme il faut-Sohn Clearround II Mondo durch. Nur 14 Hundertstelsekunden trennten die beiden Paare im Stechen. Dieses zählte lediglich vier Paare insgesamt. Der Belgier Koen Vereecke blieb mit Merryweather Vt Leeuwerikenhof ebenfalls ohne Fehler und wurde in 43,29 Sekunden Dritte. Stefan Engbers erreichte mit dem westfälischen Schimmel Baju NRW den vierten Platz nach zwei Abwürfen im Stechen.

Nadja Peter Steiner und Clearround Il Mondo

Nadja Peter Steiner und Clearround Il Mondo (© S. Lafrentz)

„Hier vor heimischer Kulisse und vor diesem Publikum zu siegen, ist etwas ganz Besonderes. Das hier gewinnen zu können, das war sicherlich eines meiner Ziele. Ich habe es schon ein paar Mal versucht, aber nicht geschafft“, sagte Gerrit Nieberg begeistert. Für ihn ist Münster ein Heimspiel, ist er doch auf dem Gut Berl von Hendrik Snoek beheimatet.  „Ich bin nicht nur stolz auf Gerrit, ich bin superstolz“, sagte Snoek. „Das war einfach gut geritten.“

Stefan Engbers und Baju

Stefan Engbers und Baju (© S. Lafrentz)

Nieberg auch im Championat vorn

Im Championat lieferte das Paar bereits einen Tag zuvor ebenfalls eine beeindruckende Runde ab. Mit einer schnellen Nullrunde in 46,52 Sekunden kam im Stechen niemand an ihnen vorbei. Paula de Boer-Schwarz war mit My Miss Marpel OLD in 41,56 Sekunden zwar deutlich schneller, doch die Mylord-Carthago-Tochter kassierte einen Abwurf und musste sich mit Rang drei begnügen. Dazwischen platzierte sich Malin Baryard Johnsson mit dem westfälischen Wallach Hennessy in 50,15 Sekunden.

„Dass Jahr für Jahr so ein internationales Starterfeld nach Münster kommt, obwohl wir im Vergleich zu einigen anderen Turnieren keine vergleichbaren Preisgelder bieten können, zeigt, dass es viele Reiter gibt, die noch Spaß an einem solchen Turnier und den hier gebotenen Bedingungen haben“, betonte Hendrik Snoek zum Abschluss. „Jahr für Jahr macht es Freude, dieses Turnier durchzuführen. Bedanken möchte ich mich bei allen Reiterinnen und Reitern und auch bei all den Menschen hinter den Kulissen, die das möglich machen.“

Das Finale der Mittleren Tour gewann Mannschafts-Weltmeister Marcus Ehning auf Baloubets Rose Dree Boeken, einer Hannoveraner Tochter des Baloubet du Rouet. Platz zwei ging an den Schweden Douglas Lindeköw und Cheldon vor Ehnings Aachen-Teamkollegin Sophie Hinners und Michael Jackson W.

Marcus Ehning und Baloubets Rose Dree Boeken

Marcus Ehning und Baloubets Rose Dree Boeken (© S. Lafrentz)

Alle Ergebnisse aus Münster gibt es hier.

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