Hannes Ahlmann und Madness auf dem Weg zum Sieg.
Das muss man erst einmal schaffen! Doch der 25-jährige Hannes Ahlmann ist längst etabliert im Springsattel und zeigte der Konkurrenz an diesem Freitag gleich mit zwei Pferden in Hohen-Wieschendorf nur noch die Hinterhufe. Mit dem neunjährigen KWPN-Hengst Madness gewann er die erste Qualifikation für den Großen Preis. Als Sahnehäubchen obendrauf verwies der junge Sieger keinen geringeren als den Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat und seine westfälische Stute Lancelotta auf Platz zwei. Mit Karin Martinsen auf Tailormade Conita Blue PS reihte sich eine Reiterin aus Schweden in dem 1,50-Meter-Springen auf Platz drei ein.
„Da hatte ich heute die richtige Krawatte an“, meinte der doppelte Sieger fröhlich. „Madness ist ein außergewöhnliches Pferd. Ich glaube, er hat den coolsten Charakter, den man sich überhaupt vorstellen kann. Alle sagen immer, sie würden ihn am liebsten gleich mit aufladen. Er ist eine coole Socke, unheimlich entspannt, total gelassen. Aber im Parcours kämpft er richtig mit und das zeichnet ihn aus.“ Warum er satte zwei Sekunden schneller war als Guerdat, konnte Hannes Ahlmann selbst schwer fassen. „Ich war einfach im Flow, da war nichts erzwungen. Es war einfach alles im Rhythmus. Es gibt solche Tage, da hat man das.“
Zuvor hatte Ahlmann bereits im Sattel der ebenfalls neunjährigen Holsteiner Stute Cimarosa von Comme il Faut die zweite Qualifikation der Medium Tour gewonnen. Hier stand er vor der US-Amerikanerin Emily Dehoff mit Manou de Muze und Stefan Engbers, der in der ersten Qualifikation zum Großen Preis zudem Sechster wurde, mit der zehnjährigen Stute Be Gledis.
„Beide Pferde haben sich sehr gut gezeigt, aber beide sind auch erst neun Jahre“, betont Hannes Ahlmann. „Wir werden heute Abend mal ganz in Ruhe einen Plan machen.“
Alle Ergebnisse aus Hohen-Wieschendorf gibt es hier.