Evi Simeoni mit Isabell Werth und Quantaz in Stuttgart 2022.
Evi Simeoni lebt nicht mehr. Die Sportjournalistin litt an einer schweren Krankheit und schied im Alter von 68 Jahren aus dem Leben. Sie hinterlässt ein beeindruckendes Erbe als Journalistin und Autorin. Evi Simeoni begann ihre journalistische Laufbahn bei der Stuttgarter Zeitung. 1981 wechselte sie zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung, welcher sie ihr Berufsleben lang die Treue hielt. Bei der FAZ war Eva Simeoni mehr als vier Jahrzehnte als Redakteurin, stellvertretende Sport-Ressortleiterin und Reporterin tätig. Sie berichtete in diesem Zeitraum von mehreren Olympischen Spielen, von Welt- und Europameisterschaften sowie zahlreichen weiteren internationalen Großereignissen. Zu ihren journalistischen Schwerpunkten gehörten die internationale Sportpolitik, der Kampf gegen Doping und eben der Pferdesport.
Gleich zweimal „Sportjournalistin des Jahres“
Mit ihren Reportagen und Analysen stand Evi Simeoni für faktenorientierten, unabhängigen Journalismus. Zu ihren vielfachen Auszeichnungen gehören der Theodor-Wolff-Preis, der Fair-Play-Preis im Sportjournalismus und das Silberne Pferd. Zweimal wurde sie zur „Sportjournalistin des Jahres“ gewählt. Im Rahmen der Stuttgart German Masters bekam sie das Deutsche Reiterkreuz in Silber.
Neben ihrer journalistischen Arbeit war Evi Simeoni auch als Buchautorin unterwegs. Neben eigenen Werken wie Sport-Romanen, arbeitete sie zweimal mit Isabell Werth zusammen. 2018 erschien die Biografie „Vier Beine tragen meine Seele“, 2024 „Was für ein Mensch ist mein Pferd?“.
„Ausnahmeerscheinung im Sportjournalismus“
„Mit Evi Simeoni verliert der Pferdesport eine herausragende Journalistin und einen außergewöhnlichen Menschen“, heißt es von Seiten von Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland. „Ich war immer ein großer Bewunderer ihrer Arbeit. Ihre Texte waren feinsinnig, hervorragend recherchiert und geprägt von großer Sachkenntnis. Sie hat kritisch hinterfragt und Missstände benannt, ohne jemals persönlich zu werden. Diese Haltung machte sie zu einer Ausnahmeerscheinung im Sportjournalismus. Über viele Jahre sind wir uns bei Championaten und zahlreichen Veranstaltungen begegnet. In Erinnerung bleiben mir besonders die vielen persönlichen Gespräche und Begegnungen am Rande der Turniere. Ihr Tod ist ein Schock. Der Pferdesport, der Journalismus und wir alle verlieren eine Persönlichkeit, die ihren Beruf mit Leidenschaft, Haltung und großer Glaubwürdigkeit ausgeübt hat.“
Auch wir sprechen Evi Simeonis Angehörigen und allen die eng mit ihr verbunden waren unter tiefstes Mitgefühl aus.