Andre Thieme und DSP Chakaria © S. Lafrentz

Andre Thieme und DSP Chakaria: Ein Bild, das alles aussagt.

Es waren Bilder, die viele zu Jubelstürmen animierten. André Thieme und DSP Chakaria gewinnen Großen Preis. Mit 16 Jahren hatte die Stute seit Jahresbeginn in den USA ihr Comeback gegeben, war dann in Deutschland bereits top dabei. Doch der Sieg im Großen Preis in Hamburg, einem der bedeutenden Fünf-Sterne-Springen Deutschlands, ist natürlich etwas Besonderes. Hier wollen alle gewinnen, hier sind alle mit ihren besten Pferden am Start. So hatte es Thieme auch mit sieben starken Konkurrenten im Stechen zu tun. Das Tempo war hoch, vier Paare blieben fehlerfrei. Und doch zeigten vor allem André Thieme und DSP Chakaria, wie sehr sich Erfahrung auszahlen kann.

Stolz bei der Siegerehrung: André Thieme mit DSP Chakaria.

Stolz bei der Siegerehrung: André Thieme mit DSP Chakaria. (© S. Lafrentz)

Beim Siegerbild posierten sie mit Groom Heidi voller Freude und Stolz. Genauso soll es sein. Als einzige blieb das Paar, das 2021 Europameister der Springreiter wurde und bei den Olympischen Spielen antrat, unter 40 Sekunden. 39,59 Sekunden standen zu Buche. Bei Emelie Conter und Portobella van de Fruitkorf waren es 40,94 Sekunden. Das war Platz zwei vor Gudrun Patteet, die ebenfalls für Belgien unterwegs ist, und Sea Coast Qarvaljo d’Or, die für ihre Runde im Stechen 41,51 Sekunden benötigten. Rang vier ging an Harm Lahde und Oak Groves Commander Bond in glatten 42 Sekunden. Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Cascais wurden Sechste. Bei Christian Ahlmann und Applebridge Tag Z wurde es am Ende der achte Platz.

Emelie Conter aus Belgien bei der Siegerehrung.

Emelie Conter aus Belgien bei der Siegerehrung. (© S. Lafrentz)

André Thieme berichtete, dass er im Hinblick auf Aachen in der kommenden Woche laut dem Bundestrainer nichts „Verrücktes“ machen sollte. „Aber sie war so gut drauf, dass ich dann natürlich doch etwas riskiert habe. Dabei ist mir entgegengekommen, dass Chakaria einfach alles kann und aus so ziemlich jeder Lebenslage springt. Ich bin heute absolut glücklich und dankbar, dass ich dies mit meinem Pferd noch einmal erleben darf.“ Es war ein Traumritt, der beim Publikum, dem Reiter und seinem Anhang und auch beim Bundestrainer mit vielen Emotionen in Verbindung stand.

Im Großen Preis der Vier-Sterne-Tour ging der Sieg an den Belgier Mike van Olst und die elfjährige Zangersheider Comme il Faut-Tochter Comme Elle Faut Odth Z. Auf den zweiten Platz ritten Lucas Wenz, der als Bereiter für den Holsteiner Verband unterwegs ist, und der erst neunjährige Verbandshengst Charaktervoll HV. Auch er ist ein Nachkomme von Comme il Faut. Auf den dritten Rang ritten Hendrik Sosath und der 14 Jahre alte Oldenburger Casino Grande.

Alle Ergebnisse aus Hamburg gibt es hier.

 

 

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