Charlotte Fry, Cathrine Laudrup-Dufour und Isabell Werth © S. Lafrentz

Besonderer Moment: Charlotte Fry, Cathrine Laudrup-Dufour und Isabell Werth auf dem Podium mit Ursula von der Leyen.

0:00 Uhr: Siegerehrung mit Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission und ehemalige Hannoveraner Auktionsreiterin (die bei der EM-Quadrille vor elf Jahren in Aachen mit dabei war), ließ es sich nicht nehmen, die Medaillen zu übergeben. Es war ein rauschendes Fest in Aachen. Ein Abend, der in Sachen Glamour(dale) seinesgleichen suchte. Und ein Tag mit sage und schreibe zweimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze!

Gute Nacht nach 16 Studen Liveticker!

Siegerin Charlotte Fry mit Cathrine Laudrup-Dufour und Isabell Werth

Siegerin Charlotte Fry mit Cathrine Laudrup-Dufour und Isabell Werth (© S. Lafrentz)

23:00 Uhr: Gold für Fry, Silber für Laudrup-Dufour, Bronze für Werth!

Das hatte man nicht kommen sehen! Eigentlich hatte man irgendwie das Podium mit Fry, Laudrup-Dufour und Verboomen schon vor sich gesehen. Doch dann kamen Isabell Werth und Wendy de Fontaine. Das Publikum trug sie herein und auch wieder heraus. Und dazwischen? Da sah man die beste Leistung der beiden in Aachen. Wieder ein Fehler in den Zweierwechseln. Das ist schon Standard. Werth nahm ihn komplett auf ihre Kappe. Doch es war die Ausdrucksstärke und Eleganz von Wendy, die es herausriss. Vielleicht ja auch ein bisschen das Publikum, das sie noch weiter beflügelte. Und dann war es die Medaille. Mit 88,650 Prozent. Ganz knapp, aber umso glänzender!

Isabell Werth zeigte sich voller Freude:

„Ich hatte Gänsehaut, als ich reingeritten bin und als ich rausgeritten bin. Ich wusste, dass ich Risiko eingehen muss, damit wir eine Medaille bekommen. Und es hat sich ausgezahlt. Das ist jetzt meine elfte WM-Medaille. Sie war mein erklärtes Ziel. Und dass wir ohne Fehler reiten. Das hat nicht ganz geklappt, da war ich einfach nicht gut genug für Wendy. Aber es war so eine wahnsinnige Atmosphäre, das war atemberaubend. Wendy war einfach mega. Vor allem auf der letzten Linie, als die Leute mitklatschten, hat sie mir gesagt: Ja, das ist für mich!“

Isabell Werth und Wendy lassen sich feiern

Isabell Werth und Wendy lassen sich feiern (© S. Lafrentz)

Dankbarkeit sprach aus Cathrine Laudrup-Dufours erstem Statment:

„Ich bin sehr stolz auf Freestyle. Zweimal Silber und einmal Bronze – wundervoll! Ich kann Free heute gar nicht genug danken, dass sie mich hier zu diesem Erfolg getragen hat. Aber vor allem danke ich auch meinem Team zuhause, das unseren Stall am Laufen hält! Das vergisst man ja bei solchen Bildern oft!“

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle nach ihrem Ritt.

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle nach ihrem Ritt. (© S. Lafrentz)

Und Charlotte Fry?`

„I’m over the moon!”

Das sagt wohl alles! Vermutlich ist sie mit Glamourdale Airlines hingeflogen.

Charlotte Fry und Glamourdale

Charlotte Fry und Glamourdale (© S. Lafrentz)

22:20 Uhr: Cathrine Laudrup-Dufour reitet auf den zweiten Platz

91,236 Prozent sind es für Cathrine Laudrup-Dufour und ihre 17 Jahre alte Mount St. John Freestyle. Es war eine sehr schön anzusehende Vorstellung. Viele schöne Ideen. Eine frische Kür, die mitreißt. Alles Top. Aber offenbar gelang es dem lackschwarzen Glamourdale seine Kür in den Augen der Richter noch etwas faszinierender zu zelebrieren. Auch wenn Cathrine und Free in Sachen Harmonie unserer Ansicht nach mehr punkten konnten. Wird es wieder Silber für die beiden? Cathrine fällt ihrer Stute jedenfalls um den Hals. Sie weiß, was sie ihr zu verdanken hat.

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle

Cathrine Laudrup-Dufour und Mount St. John Freestyle (© S. Lafrentz)

22:10 Uhr: Glamourdale Airlines an der Spitze

„Thank you for flying Glamourdale Airlines“: Ja, das war ein irrer Ritt mit Charlotte Fry und dem ‚Flieger nach Ibiza‘ Glamourdale. Ausdrucksstark, enorm kraftvoll. Aber mit, wie bei Glamourdale immer wieder erkennbar, etwas Spannung. Auch wenn sich da im Laufe der Jahre viel getan hat und in die richtige Richtung geht im Vergleich. Glamourdale strotzt so vor Kraft, das das fast schon übermächtig gegenüber dem Rest des Feldes wirkt. Es sind 91,907 Prozent! Keine persönliche Bestleistung, aber nah dran. Ist das Gold? Oder kann es eine der Stuten, Freestyle oder Wendy, noch herankommen?

Charlotte Fry und Glamourdale

Charlotte Fry und Glamourdale (© S. Lafrentz)

22:00 Uhr: Spitzenklasse von Justin Verboomen und Zonik Plus

Das war spitzenklasse von Justin Verboomen und Zonik Plus. Während in den vergangenen Tagen nie so richtig der Funke überspringen wollte, ist genau das heute zum Höhepunkt gelungen. Die Richter vergeben 88,439 Prozent. Zonik Plus wirkt deutlich zufriedener als in den vergangenen Tagen. Und Justin Verboomen herzt ihn wie an jedem einzelnen Tag hier. Denn die Partnerschaft zu Zonik Plus ist für ihn wichtiger als alle Medaillen. Aber wenn es doch eine werden sollte? Dann haben sie die heute beide verdient!

21:28 Uhr: „Voller Adrenalin und Endorphinen“

Raphi Netz ist unglaublich glücklich. Und wir verstehen das! Er wird mindestens Achter. Das hätte keiner vorab erwartet. Dreimal Personal Best. Irre gut!

„Ich lebe seit vielen Jahren meinen Kindheitstraum. Jetzt bin ich voller Adrenalin und Endorphinen. Völlig euphorisch. Camelot gibt immer alles für mich. Camelot war so frisch und voller Energie. Ich habe so stark gefühlt, wie sehr Camelot das genossen hat. Wir haben eine Synergie, die man gar nicht in Worte fassen kann. Ich fühle seinen Herzschlag und ich seinen. Wir sind eins.“

Und wie geht´s weiter?

„Am Montag kehrt dann für mich aber wieder Alltag ein. Ich freue mich auf meine anderen Pferde. Und Camelot freut sich auf seinen verdienten Urlaub!“

21:25: Eine Kür mit mehr als zweifacher Pirouette

Die Pirouette von Maria von Essen und Invoice war mehr als zweifach und genau deshalb gibt es gewaltige Punktabzüge. Ansonsten war die Kür der beiden schön anzusehen. Und die Klänge von Les Miserables machten Lust auf mehr. Schade um dieses Missgeschick. So sind es nur 72,168 Prozent.

Der Däne Daniel Bachmann Andersen und Flash Gordon erreichen 80,107 Prozent und reihen sich hinter Raphi und Camelot momentan auf Platz vier ein.

21:10 Uhr:„Das Feeling war heute eine 10/10.“

Frederic Wandres ist happy!

„Die Musik trägt einen, genau wie das Publikum. Da geht einen Raunen durchs Publikum, wenn man einen Fehler gemacht hat. Man bekommt einfach ein Feedback für die einzelnen Lektionen. Ich kann mich auf die Zuschauer verlassen, das Feeling war heute eine 10/10.“

Und was würde Bluetooth jetzt als Nachricht an die Stallkollegen zuhause schicken?

„Paris ist das eine, aber Aachen was ganz anderes! Ist echt mein Lieblingsturnier! Aber es ist Samstagabend und ich will morgen dringend wieder aufs Paddock. Jetzt ist Abfahrt hier.“

Keine Bange, lieber Bluetooth! Jetzt wartet ganz viel Entspannung!

21:05: Becky Moody mit 87,379 Prozent!

Ist das vielleicht ein Schritt Richtung Medaille? Noch ist das nicht absehbar, denn Weltcup-Siegerin Becky Moody ist mit ihrem Jagerbomb früh dran. Alle Favoriten folgen noch. Aber ihre Beatles-Kür reißt einfach mit! Man schwingt mit, man tanzt fast! Bomb ist sowas von bei seiner Reiterin! Immer in Harmonie und mit vielen spannenden Ideen bringen die beiden ihre Kür ja man könnte fast schon sagen aufs Tanzparkett. Schon auf der Schlusslinie ist das Publikum kaum noch zu halten und klatscht mit. Ein besonderer Moment direkt nach Sonnenuntergang. Die Stimmung hier wird immer spezieller. Und es warten noch jede Menge magische Momente.

Die 87,379 Prozent waren aber sicherlich einer davon, der in Erinnerung bleibt! Für Becky, fürs Publikum, für uns!

20:45 Uhr: Raphael Netz freut sich

Raphael Netz hat es wieder geschafft, seinen Camelos strahlen zu lassen. „Drachen zähnen leicht gemacht“ ist die Musik seiner Kür. Ein kleiner Drache konnte auch Camelot schon mal sein, aber die beiden haben sowas von zusammengefunden! Es gibt tolle Stärken bei den Wechseln, den Piaffen, im Trab und den Traversalen. Immer wieder. Es war ein Erlebnis. Für die Zuschauer, für Raphael Netz.

Und jetzt genießt er den frenetischen Jubel des Publikums. Die Harmonie der beiden war einmal mehr beeindruckend. Diese WM wird absolut unvergesslich bleiben für den jungen Mann, der nun von seiner begeisterten Familie in Empfang genommen wird.

80,946 Prozent gibt es für diese Top-Leistung – und es ist wieder eine Personal Best, die Raphi da feinfühlig in den Sand gezaubert hat. Vor dem Sonnenuntergang von Aachen wirkt das alles noch bezaubernder. Raphael hat uns verzaubert – an jedem einzelnen Tag. Mit Camelot ist der einstige Bereiter bei Jessica von Bredow-Werndl nun in der absoluten Weltspitze mehr als angekommen. Spitzenmäßig!

20:40 Uhr: Jetzt reitet Raphi Netz

Momentan führt Polens Sandra Sysojeva mit ihrer zehnjährigen Maxima Bella. Die beiden kommen auf 80,175 Prozent. Eine schöne Kür, aber man hat sie schon mal besser gesehen, auch wenn es kaum Unsauberkeiten gibt. Die Sonne geht über Aachen langsam unter. Auf Platz zwei hat sich die Dänin Nadja Aaboe Sloth mit Favour Gersdorf eingeordnet. Diese zeigt eine schön harmonische Kür bei ihrem WM-Debüt und erhält 79,386 Prozent.

19:52: Frederic liebt Bluetooth

Eine Goldmedaille hat er. Insofern war dieser Auftritt für Frederic Wandres heute eine Zugabe. Es war nicht der beste Auftritt des 16 Jahre alten Bluetooth OLD. Ein Erschrecken, ein paar Unsauberkeiten in den Pirouetten. Aber ganz egal. „All you need is Love“ – so lautete das Motto der Kür. Genau das wollte Freddy übermitteln. Das Aachener Publikum klatschte auf der Schlusslinie begeistert mit. Freddy hatte sein Ziel erreicht. Liebe ist größer als alles andere. Die Liebe zu Bluetooth und zu seinem Verlobten Lars. Die Liebe als stärkste Macht auf der Welt. Das ist rübergekommen. Das war wichtig an dieser Kür. 

Und durch ihre Liebe zu Denoix hat Katha Hemmer ganz im Sinne des #doitride-Gedanken Frederic diesen Auftritt unter Flutlicht ermöglicht. Sie hat am Rande begeistert mitgefiebert. So schön kann es sein, auch wenn nicht alles klappt!

Alles zur wunderbaren Dreierbeziehung von Frederic, Lars und Blue gibt es bei uns.

Katha hat sich übrigens heute morgen noch mit Bluetooth ausgetauscht und ihm einiges eingeflüstert:

Katha Hemmer und Bluetooth heute morgen mit Gamasche als Spielzeug und ganz viel Liebe.

Katha Hemmer und Bluetooth heute morgen mit Gamasche als Spielzeug und ganz viel Liebe. (© Frederic Wandres/Instagram)

19:35 Uhr: Dinja van Liere geht in Führung

Der erst neunjährige Mauro Turfhorst N.O.P. geht in Aachen  mit der Niederländerin Dinja van Liere die erste Kür seines Lebens bei einer Veranstaltung – und was für eine! Glatte 79 Prozent gibt es von den Richtern. Mit dieser ausdrucksstarken Vorstellung gehen die beiden in Führung vor der Belgierin Larissa Pauluis mit ihrem 16 Jahre alten Routinier Flambeau (76,432) und Henri Ruorte mit Tiffanys Diamond (75,468).

19:00 Uhr: Flutlicht-Kür beginnt

Es geht los in Aachen im Hauptstadion mit der Flutlicht-Kür! Wer gewinnt in der Dressur die dritte und letzte Goldmedaille? In knapp vier Stunden wissen wir mehr!

Als erster ist gerade der Finne Henri Ruoste mit Tiffanys Diamond im Viereck.

Die Startzeiten der drei Deutschen:

19:44 Uhr: Frederic Wandres und Bluetooth OLD

20:42 Uhr: Raphael Netz und Great Escape Camelot

22:35 Uhr: Isabell Werth und Wendy de Fontaine als letzte Starter der Prüfung

Wer gewinnt heute die Kür?

Wer gewinnt heute die Kür? Der Jubel der Fans ist allen sicher! (© S. Lafrentz)

18:30 Uhr: Goldener Super-Samstag in Aachen

Es ist unglaublich! Auch das Team NORKA der VV Köln-Dünnwald ist WELTMEISTER! Die jungen Sportler können ihrem Partner, dem elfjährigen Ecuador NRW, gar nicht genug Streicheleinheiten geben. Sie wissen genau, dass sie dies heute gemeinsam gerockt haben. Denn die Franzosen hatten stark vorgelegt auf Fürst Fridolin und mit dem neuen Weltmeister Quentin Jabet sowie dem Einzelweltmeister der WM in Herning, Lambert Leclezio. Eine Gesamtwertung von 8,200 stand zu Buche. 

Doch Deutschland turnte mit Gianna Ronca, Phillip Goroncy, Larina Herpertz, Yara Jolie Scheel, Fabio Ring und dem Einzelbronze-Gewinner Bela Lehnen wie aus einer anderen Welt. ‚We found Love‘ von Rihanna war ihre Musikauswahl. Und diese Liebe zum Sport und dem Partner Pferd sprühte aus jeder Lektion. Am Ende waren es 8,477 als Gesamtwertung – und Gold. Bronze ging an Österreich.

Gianna Ronca:

„Wir haben dafür  keine Worte. Es ist das absolut verrückteste Gefühl überhaupt!“

Bela Lehnen nach Gold und Bronze:

„Wir sind in den vergangenen Jahren als Team unglaublich zusammengewachsen, wir sind eine Familie. Das fühlt sich einfach wundervoll an. ‚We found Love‘ ist das Motto unserer Kür – und genau das leben wir!“ 

Das deutsche Team NORKA der VV Köln-Dünnwald ist Weltmeister! (© S. Lafrentz)

17:20 Uhr: „Ich konnte am Schluss nochmal um die Zeit fighten“

Michi Jung nach seinem Ritt:

„Vom ersten Sprung an konnte ich ihn mit leichter Hand losgaloppieren lassen. Das war ein gigantisches Gefühl. Ich wollte bewusst in mein Pferd reinhören und nicht zu schnell beginnen. Je länger der Ritt dauerte, desto besser war unser Rhythmus. Ich musste mich nur einmal aufrichten, dann war er gedanklich schon wieder bei mir. Wir kennen uns immer mehr in- und auswendig. Das hilft am Ende überall, einen Bruchteil von einer Sekunde zu sparen – und auch, dass man am Schluss noch einmal für die Zeit fighten kann. Die Atmosphäre ist unglaublich beflügelnd. Die Menschen könnten alle irgendwo vorm Laptop sitzen und würden wahrscheinlich noch viel mehr mitkriegen. Aber es ist einfach unwahrscheinlich schön, wenn sie rauskommen und sich das Ganze angucken.“

Und wir haben auch noch ein Statement von Geländetrainer Andreas Dibowski:

„Die deutschen Teamreiter zeichnet aus, dass sie reinspüren, was bei den Pferden jeweils geht. Uns war klar, dass, wenn wir Medaillen wollen,  es auch um die Zeit geht. Wir haben uns eine ziemlich sichere Silber-Position erarbeitet. Schauen wir, wie es morgen wird.“

Michael Jung und Chipmunk

So leicht kann es aussehen: Michael Jung und Chipmunk (© www.sportfotos-lafrentz.de/Sharon Vandeput)

17:00 Uhr: Michi Jung und Großbritannien in Führung

Noch ein kurzer Blick auf das Gesamtklassement in der Vielseitigkeit.

In der Einzelwertung steht Vierfach-Olympiasieger Michael Jung mit fischerChipmunk FRH und 23,0 Minuspunkten ganz vorn.

Dahinter folgt die britische Phalanx: Ros Canter und Lordships Graffalo mit 23,4, Laura Collett und London mit 23,6 sowie Tom McEwen und JL Dublin mit 28,6. Danach folgt Deutschlands Einzelreiter Christoph Wahler mit seinem D’Accord FRH und 29,4. Malin Hansen-Hotopp ist mit Carlitos Quidditch Elfte mit 31,8. Julia Krajewski steht mit Nickel auf Platz 20 mit 35,6. Und Libussa Lübbeke ist mit Caramia auf Platz 45 mit 57,1 Minuspunkten.

Michi Jung und fischerChipmunk

Michi Jung und fischerChipmunk (© www.sportfotos-lafrentz.de/Sharon Vandeput)

Selbstverständlich heißt das auch, dass die Briten in der Mannschaftswertung führen.

Sie liegen mit 75,6 Minuspunkten deutlich vor Deutschland mit 90,4 und wieder sehr deutlich der Schweiz mit 106,5. Dahinter folgen Irland, die Vereinigten Staaten, Frankreich, Schweden und Neuseeland.

15:30 Uhr: Michi Jung und Chipmunk FEHLERFREI im Ziel!

Was war das für eine Runde! Michi Jung und fischerChipmunk bleiben ohne jeglichen Zeitfehler bei 23,0 Minuspunkten! Sie gehen in Führung und haben es nun selbst in der Hand den Einzeltitel zu holen!

Michi strahlt! In Aachen eine solche Runde zu drehen, ist auch für ihn ein Wahnsinnserlebnis! Da machte auch der Regen nichts aus!

15:00 Uhr: GOLD Für Quentin Jabet, SILBER für Sam dos Santos, BRONZE für BELA LEHNEN

Es ist Silber für Bela Lehnen und seinen Max! Er ist hin und weg und überglücklich! 

Das kann man allerdings auch vom Sieger sagen: Quentin Jabet, der sich gestern ungewöhnlich wackelig in der Technik zeigte, und heute noch einmal alles gegeben hat. Mit Estado IFCE und Longenführer Loic Devedu gewinnt er Gold mit einem Gesamtergebnis von 8.794. Dahinter reiht sich der junge Niederländer Sam dos Santos mit seiner Schwester Emy als Longenführerin und Hero mit 8.508 ein. 

Bela Lehnen kommt auf eine Wertnote von 8.448.

Er jubelt:

„Es ist einfach unfassbar! Ich kann nur sagen Danke Aachen, dass ihr mich so unterstützt habt! Ich wollte diesen Tag einfach nur genießen! Und genau das hat geklappt!“

Bela Lehnen, Sarah Krauss und Max

Bela Lehnen, Sarah Krauss und Max – mit ihnen hatten auf dem Podium nur wenige gerechnet. (© S. Lafrentz)

Völlig überwältigt ist Quentin Jabet:

„Das war mein allergrößter Lebenstraum. Ich habe ihn seit 15 Jahren gelebt! Und er ist wahr geworden. Ich kann es noch nicht begreifen!“

14:55: „Das ist mit Abstand der beste Tag von allen“

Christoph Wahler nach seinem Ritt.

„Es war einfach unglaublich. Ich hatte hier in Aachen schon gute Tage und auch nicht so gute Tage. Aber das ist mit Abstand der beste von allen! D’Accord ist unfassbar gut gewesen. Er war bis zum Ende total fit unterwegs. Wir hatten allerdings eine kleine Irritation. Denn vor dem letzten Wasser kam uns der nächste Starter entgegen und da war die Konzentration plötzlich weg. Wir konnten das gerade so retten. Aber dann war doch alles gut.“

Ach ja, es regnet jetzt übrigens in Aachen. Das ist wirklich eine Wohltat von oben!

Christoph Wahler und D' Accord FRH

Christoph Wahler und D‘ Accord FRH – was für ein Geländeritt! (© S. Lafrentz)

14:50 Uhr: Bela Lehnen holt eine Medaille beim ersten Senioren-Championat

Herzlichen Glückwunsch an Bela Lehnen, an Longenführerin Sarah Krauss und an Max. Von dem kennt man jeder Mutter noch Vater und weiß nur, dass der hübsche Schimmel vor 15 Jahren irgendwo im Raum der Mecklenburger Zucht geboren wurde. Eine unglaubliche Geschichte, dass dieses Trio nun eine Medaille geholt hat. Welche Farbe ist ist, steht noch aus. Aber 8,448 als Wertnote in der Addition aller drei Prüfungen ist schon super! Bela kann es kaum fassen!

Thomas Brüsewitz ließ dagegen den Tränen freien Lauf. Er musste von seinem zehnjährigen Partner Belistano absteigen. Die Balance reichte nach einer schwierigen Übung einfach nicht aus. Er hatte sich seinen Abschied anders vorgestellt. 

14:35: Christoph Wahler und D’Accord in der Zeit zuhause

Was für eine super Runde von Einzelstarter Christoph Wahler und seinem D’Accord. Die beiden haben keine Teamorder und gehen vollen Risiko. D’Accord wirkt absolut frisch und Christoph so, als hätte er seine Runde einfach nur genießen können! 29,4 Minuspunkte. Platz drei bislang.

14:20 Uhr: Laura Collett übernimmt Führung

Die Britin Laura Collett reitet wie am Schnürchen. Zunächst hat man den Eindruck, es ist nicht das allerhöchste Tempo, aber das täuscht. Nur minimale Zeitstrafpunkte, jetzt 23,6 Minuspunkte.

Laura Collett und London gehen in Führung

Laura Collett und London gehen in Führung (© S. Lafrentz)

14:10 Uhr:„Stolz auf Nickel“

Julia Krajewski zu ihrem Ritt:

„Erstmal bin ich wieder einmal ganz stolz auf Nickel und wie er sich präsentiert hat. Nickel war mit ganzem Herzen dabei. Er ist einfach immer ehrlich und super motiviert. Über die Zeitfehler bin ich etwas enttäuscht, aber Nickel ist nicht das allerschnellste Pferd und die Aufgaben waren natürlich herausfordernd. Es gab recht wenige Möglichkeiten, um Zeit wieder aufzuholen. Wir haben auf jeden Fall unser Soll erfüllt und deshalb bin ich sehr zufrieden. Die Zuschauer waren fantastisch und haben uns alle getragen.“

Julia Krajewski und Nickel

Julia Krajewski und Nickel (© S. Lafrentz)

14:00 Uhr: Julia Krajewski ohne Probleme, aber mit Zeitstrafpunkten

Eine sehr schöne Runde legen Julia Krajewski und ihr Nickel da hin. Allerdings kommen sie nicht in der erlaubten Zeit nach Hause und kassieren einige Zeitstrafpunkte. Mit einer Einzelmedaille wird es schwer. Es sind jetzt 35,6 Minuspunkte für die beiden.

Julia Krajewski und Nickel

Julia Krajewski und Nickel (© S: Lafrentz)

13:15: „Er war einfach nur toll, sensationell!“

Ein erstes Statement von Malin Hansen-Hotopp nach der Superrunde mit ihrem Schimmi:

„Er war einfach nur toll, sensationell! Ich bin so glücklich mit Schimmi! Mein Gefühl war einfach immer: Ich habe das beste Pferd der Welt unter mir – und genau so war es! Ich konnte alles genau so reiten wie ich es geplant hatte. Ich wusste immer, dass wir alles genauso direkt reiten können, wie wir es getan haben. Der Kurs war einfach perfekt für Carlitos Quidditch. Er hat ihm unglaublich gelegen. Der Plan war schnell zu reiten, aber sicher! Während des Rittes habe ich immer der Jubel und die Deutschland-Fahnen mitbekommen. Das war schon der Wahnsinn!“

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch: Sensationell im Gelände. (© S. Lafrentz)

13:10 Uhr: Führung für Tom McEwen

Wir springen hin und her. Erstmal eine Sekunde durchatmen nach diesem kaum fassbaren Dreifach-Triumph! Einen Doppelsieg hatte ich vorhergesagt, aber Annemie war wirklich die Überraschung schlechthin.

Tom McEwen und JL Dublin

Tom McEwen und JL Dublin (© S. Lafrentz)

Beim Geländeritt führt derzeit Tom McEwen mit JL Dublin aus Großbritannien vor Melody Johner aus der Schweiz mit Erin und Malin Hansen-Hotopp und ihrem Carlitos Quidditch.

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch (© S. Lafrentz)

12:25 Uhr: DREIFACH TRIUMPH FÜR DEUTSCHE VOLTI-DAMEN!

Es ist der Wahnsinn! Sogar der Himmel schickt gerade ein paar Freudentränen nach der Hitze!

Alice Layher gewinnt mit der 19 Jahre alten FBW Candy und Longenführer Daniel Zembrot Gold. Es gibt Silber beim letzten großen Auftritt für Kathrin Meyer mit Capitain Claus OLD und Gesa Bührig. Ganz überraschend holt Annemie Szemes Bronze mit Rubinio und Longenführerin Nina Vorberg.

Alice Layher, Kathrin Meyer, Annemie Szemes.

Alice Layher, Kathrin Meyer, Annemie Szemes: Nach dem Wettkampf den Erfolg genießen. (© www.sportfotos-lafrentz.de/Tanja Becker)

Alice Layher kam aus dem Jubel nicht mehr heraus:

„Ich bin überrascht, dass ich so ruhig geblieben bin heute. Es war einfach der Wahnsinn, hier zu turnen. Das war mein allergrößter Traum hier in Aachen zu gewinnen. Mein nächster Traum ist nun, auch wieder zusammen mit meiner Schwester an der Longe unterwegs zu sein. Heute sind wir beide und ich denke, ganz Volti-Deutschland nur happy!“

Vollkommen überwältigt zeigte sich Kathrin Meyer:

„Das ist meine erste WM-Medaille! Das war eines der schönsten Erlebnisse, die ich je haben durfte!“

Annemie Szemes konnte ihr Bronzeglück noch gar nicht begreifen:

„Ich kann überhaupt nicht fassen, was hier gerade passiert ist! Das ist einfach nur unfassbar für mich! Mein Pferd und meine Longenführerin Nina Vorberg haben daran einen Riesenanteil. Ich bin heute einfach nur dankbar! Und das unglaubliche Publikum hat mich getragen.“

Alice Layher, Daniel Zumbrot und FBW Candy

Alice Layher, Daniel Zumbrot und FBW Candy (© S. Lafrentz)

12:15 Uhr: Gold für die Voltigier-Damen ist sicher!

Gold im Voltigieren der Damen ist jetzt schon sicher! Annemie Szemes liegt mit Rubinio in Führung und nur Kathrin Meyer und Alice Layher fehlen noch!

11:50 Uhr: Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch zaubern

Was war das für eine geniale Runde von Malin Hansen-Hotopp und ihrem ‚Schimmi‘ Carlitos Quidditch! Es wirkte wie am Schnürchen gezogen. Bis kurz vor den finalen Sprüngen! Denn da rutschte der Wallach vor einer Ecke kurz weg. Er blieb auf den Beinen, Malin sprang noch rechtzeitig mit ihm ab und sie zauberten sich über diese schwierige Stelle. Einmal Atem anhalten – dann Vollgas ins Ziel!

3,2 Punkte für Zeitüberschreitung. Das wars auch! Platz zwei mit 31,8 Minuspunkten insgesamt. Der Jubel der zahlreichen Besucher im Gelände hatte die beiden ins Ziel getragen!

Einfach nur WOW, Malin und Schimmi!

11:20 Uhr: Libussa Lübbeke „vom Publikum getragen“

Eine gute Runde zeigte bereits der Pathfinder des deutschen Teams, Libussa Lübbeke mit der 16 Jahre alten Hannoveranerin Caramia. Am ersten Wasser kam es zu einer Fähnchenberührung, zusätzlich gab es Zeitstrafpunkte, sodass bei ihr jetzt 57,1 Minuspunkte auf dem Konto stehen. Doch sicher nach Hause kommen war das Ziel gewesen. Und das ist gelungen. Ganz anders als bei Großbritannien, deren Gemma Stevens mit Flash Cooley ebenso ausschied wie Clarke Johnstone mit Rocket Man aus Neuseeland sowie Benjamin Massie mit Figaro Fonroy aus Frankreich, die mit Deutschland an der Spitze standen.

Jetzt heißt es aber natürlich auf keinen Fall übermütig werden!

Libussa Lübbeke und Caramia

Libussa Lübbeke und Caramia (© S. Lafrentz)

Libussa war nach ihrer Runde hochzufrieden.

„Meine Caramia und ich wurden wirklich vom Publikum getragen. Sie ist jetzt 16 und hat in zehn Jahren im Sport jede Geländestrecke beendet. Dass wir das alles in Aachen erleben dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll, man muss immer wach sein, aber sie ist auch sehr fair gebaut!“

8:31 Uhr: Herzlich Willkommen zum Super-Samstag in Aachen (nach dem Fry-Day gestern)!

Es stehen die Entscheidungen in der Dressur Kür unter Flutlicht (ab 19 Uhr), im Voltigieren der Damen (ab 8:30 Uhr), Herren (ab 13:15 Uhr) und Gruppen (ab 15:45 Uhr) an. Außerdem geht es für die Vielseitigkeitsreiter ab 9:15 Uhr durchs Aachener Gelände! In der Einzelwertung führt Julia Krajewski mit Nickel vor Laura Collett mit London und Michael Jung mit Chipmunk. Bei den Teams steht Großbritannien ganz knapp vor Deutschland. Es folgen mit etwas Abstand Frankreich und Neuseeland als zweites Doppelpack.

Alle Ergebnisse des Tages findet ihr hier!

Schaut gern auch nochmal in unseren Liveticker von gestern mit vielen neuen Fotos von der Dressur und Vielseitigkeit!

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