Das Podium bei den Jungen Reitern © S. Lafrentz

Das Podium bei den Jungen Reitern mit der historischen Siegerin Greta Lepratti.

Es war dieser eine Abwurf zu viel, über den sich Brianne Beerbaum am Tag nach dem großen Triumph mit Team-Gold sicherlich ein bisschen ärgerte. Aber dann gab es zum Abschluss noch eine Nullrunde mit dem elfjährigen Cornet Obolensky-Sohn Kiss Me und Platz fünf im Einzel der Junioren. Mit 16 Jahren ist das aller Ehren wert.

Brianne Beerbaum und Kiss Me

Viel Kampfgeist bei Brianne Beerbaum und Kiss Me. (© S. Lafrentz)

Glücklich über eine Doppelnullrunde im Finale war Malte Merschformann. Mit seiner Stute Blue Water gehörte er zu den acht Paaren mit einer Doppelnullrunde im Finale. Am Ende bedeutete dies Platz vier für ihn. Zweimal Top Five also, dazu ein toller neunter Platz von Lennard Tillmann und Veltiner. Die deutschen Junioren konnten absolut zufrieden sein, schließlich ging das einzige Gold dieser Heim-EM eben auch auf ihr Konto.

Malte Merschformann und Blue Water

Malte Merschformann und Blue Water – auf Platz vier das beste deutsche Paar. (© S. Lafrentz)

Den Sieg bei den Junioren heimste der Ire Jack Kent mit dem zwölfjährigen Ollie van de Klotputten ein. Platz zwei ging etwas überraschend nach Tschechien an Albert Pisarik und die 13 Jahre alte Balou du Rouet-Tochter Baltic Love. Platz drei sicherte sich Lieselot Kooremans mit der zehnjährigen Lola-Jay ES.

Das Podium bei den Junioren.

Das Podium bei den Junioren. (© S. Lafrentz)

Erster italienischer Sieg

Zum allerersten Mal ging Gold bei den Jungen Reitern nach Italien. Mit einer famosen Leistung sicherte Greta Lepratti mit fünf fehlerfreien Runden auf dem 14 Jahre alten Arko-Sohn Mercy van ‚t Ruytershof die Goldmedaille. Platz zwei ging an den bereits seit längerem hocherfolgreichen Tom Wachman aus Irland mit dem 13 Jahre alten Wallach Do it Easy. Bronze holten die Britin Noora von Bülow und Primavera.

Für Deutschland blieb Rang neun für Romy Rosalie Tietje und dem 15-jährigen Cascadino. Zwei Abwürfe in Runde eins verhinderten ein besseres Resultat. Dennoch bestachen die beiden mit großem Kampfgeist und einer Nullrunde im zweiten Umlauf. Max Paschertz und die erst neunjährige Foodfox‘ Cathilde H ritten auf den 16. Platz.

Deutschlands Junge Reiter blieben damit ohne Medaille in diesem Jahr. Die Children hatten als Team Bronze gewonnen. Mila Osing ritt zudem zu Einzel-Bronze.

Romy Rosalie Tietje und Cascadino

Romy Rosalie Tietje und Cascadino: Freude über eine tolle Leistung. (© S. Lafrentz)

Damit ging eine erfolgreiche Heim-EM zu Ende. Auch der Veranstalter erhielt großes Lob.

Eventpräsidentin Melanie Haunhorst zog ein rundum positives Fazit: „Unsere erste Europameisterschaft haben wir 2014 besucht, seitdem sind viele weitere dazugekommen. Alle diese Veranstaltungen wurden von erfahrenen und professionellen Organisatoren ausgerichtet. Ich war überzeugt, dass wir mit unserem Konzept Family and Friends und unserem großartigen Reitverein im Hintergrund ebenfalls eine besondere Europameisterschaft auf die Beine stellen können. Dass uns das aber in dieser Qualität gelungen ist und wir so überwältigend positive Rückmeldungen erhalten würden, hätte ich nicht zu hoffen gewagt. Ich bin unglaublich stolz auf das, was unsere Freunde, Vereinsmitglieder und alle Helfer gemeinsam geleistet haben, und unendlich dankbar, dass alles so reibungslos funktioniert hat. Diese Europameisterschaft wird für uns alle eine Erinnerung fürs Leben bleiben – und wer weiß, was die Zukunft noch bringt.“

Alle Ergebnisse gibt es hier.

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