Julia Krajewski und Mandy 2021 nach dem Olympiasieg.
Am Montag erschien Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewskis Autobiographie „Gold war mehr als Glück“ im Herder Verlag. Der Untertitel des gemeinsam mit Karolin Leszinski verfassten Werkes lautet „Vom Fallen, Wiederaufstehen und der Partnerschaft mit den Pferden“. Die Olympiasiegerin von 2021 hat sich damit zum Ziel gesetzt, nicht nur die „Pferdesport-Bubble“ zu erreichen. Sie möchte auch Menschen darüber hinaus inspirieren und den Reitsport zugänglicher machen.
So heißt es auch in der Widmung ihres Buches: „Dies hier ist für all die Menschen, die sich inspiriert und motiviert fühlen wollen weiterzumachen, nicht aufzugeben und auch in schwierigen Situationen das Positive zu sehen.“
Auf insgesamt rund 200 Seiten vermittelt die Erfolgsreiterin, die derzeit mit Nickel und Tullabeg Platinum im Olympiakader steht, genau diesen Gedanken. Natürlich liegt auf dem Gewinn der Goldmedaille in Tokio 2021 ein besonderer Fokus. Doch dieser ist eher Dreh- und Angelpunkt für die Erzählung einer Geschichte, die tatsächlich Mut macht und berührt.
Höhen und Tiefen
Von ihren glückseligen und manchmal sehr wilden Tagen als Kind mit Ponys erzählt Julia Krajewski ebenso wie von ihrer Zeit in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und dem Weg zu mehr Anerkennung in Warendorf. Julia Krajewski geht in ihrem Buch keine Kompromisse ein. Sie berichtet auch von all den Schattenseiten und Tiefschlägen, die sie während ihrer Karriere bislang erlebte. Sie zeigt dabei nicht mit dem Finger auf andere und sucht Schuldige, sondern beschreibt ihren eigenen Weg aus dem Tief. „Wir haben alle in unserem Leben mit Zweifeln, Hindernissen und Tiefschlägen zu kämpfen. Die wahre Kunst des Lebens besteht wahrscheinlich darin, möglichst gut mit den schweren Zeiten umzugehen. Zu lernen, ob und wo man sich Hilfe holen kann, nicht alles immer mit sich allein ausmachen zu wollen, aber dennoch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.“
„Ich sehe mich als Tüftlerin und bin stets auf der Suche nach dem passenden Weg für jedes Pferd“, erklärt sie. Dies gelang ihr immer wieder mit neuen Partnern. Sei es ihre Olympiasiegerin Mandy, Samourai du Thot, Chipmunk, Leading Edge, Lost Prophecy oder jetzt Nickel, Tullabeg Platinum und viele andere mehr. Am Ende heißt es: „Ich habe gelernt, was ich erreichen kann, und auch, wo meine Grenzen liegen. Und vor allem, dass die Pferde mit das Größte geben, was einem ein Tier geben kann: Vertrauen, Freude, Ruhe, eine Lebensaufgabe.“
Fazit: Das Buch ist kurzweilig zu lesen, bringt lustige Anekdoten ebenso mit sich wie bewegende Passagen. Am Ende fühlt man, was Julia Krajewski bewirken möchte und nimmt selbst ein Stück weit Inspiration fürs eigene Leben mit.
Direkt bestellen kann man das Buch hier. Auf der Seite gibt es auch ein ausführliches Interview mit Julia Krajewski zum Buch.
