Die Sieger: Britt Roth und Jeffrey
Es war ein besonderer Sieg für die 24 Jahre alte Studentin Britt Roth. Sie kennt Jeffrey seit er ein Jährling war, hat ihn selbst ausgebildet und feierte als größten gemeinsamen Erfolg im vergangenen Jahr Bronz bei der U25-DM. Bereits im April gewannen sie den Großen Preis bei den Bavarian Open in Küps. Nun zogen sie in Mannheim nach und sicherten sich beide Prüfungen des U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel. Damit stand die Qualifikation für das Finale, welche sich aus den entsprechenden Punkten in beiden Prüfungen ergibt, in keinem Moment infrage.
Als letzte der sieben Teilnehmer im Stechen ritt die Rheinland-Pfälzer Springreiterin in den Parcours. Mit 42,10 Sekunden war sie 85 Hundertstelsekunden schneller als der zweitplatzierte Liam Broich auf Cadou Z. Platz drei ging an Magnus Schmidt im Sattel von Carl Gustav und in der Zeit von 43,63 Sekunden. Auch diese Paare wird man im Finale des U25-Springpokals bei den Weltmeisterschaften in Aachen wiedersehen. Ebenfalls qualifizieren konnten sich Lia Sophie Bolten auf Charming Cassillia, die im Stechen Platz sechs belegte, und der siebtplatzierte im Stechen, Paul Ripploh auf dem bereits 18 Jahre alten Chacco-Blue-Sohn Chevalier de Blue.
„Ich bin so super stolz auf Jeffrey“, freute sich die Siegerin. „Wir konnten schon das Springen am Samstag gewinnen und heute als letzter Starter im Stechen habe ich noch mal alles riskiert. Mannheim ist für mich ein ganz besonderer Ort. Ich bin mit zwölf Jahren hier in der Amateur-Tour geritten, war schon als kleines Kind hier. Meine Mutter Barbara Reitter hat hier Erfolge gefeiert. Vor dieser Kulisse, unseren Freunden, mit Jeffrey – das ist unglaublich! Ich habe ihn selbst angeritten und bisher jeden Erfolg mit ihm zusammen gefeiert. Ich freue mich über jede Runde mit ihm.“
Zwei Siege für Barbara Schnieper
Britt Roths jüngerer Bruder Mikka verpasste zwar knapp die Qualifikation für das Finale des U25-Springpokals, war aber in der Youngster Tour mit dem achtjährigen Emerald-Sohn Fresno am schnellsten unterwegs.
Die Schweizerin Barbara Schnieper sicherte sich derweil gleich zwei Siege hintereinander. Zunächst gewann sie ein Springen nach Fehlern und Zeit über 1,40 Meter mit der 16 Jahre alten Schweizer Stute Judy vor Michael Jung mit Duopower und der aus Shanghai eingeflogenen Sophie Hinners und Diamanda. Dann ging es über 1,50 Meter im Hauptspringen und der Qualifikation zur Badenia, Höhpunkt des Turniers am Dienstag, siegreich weiter. Hier hatte Schnieper den 14 Jahre alten Holsteiner Toronto Raptor gesattelt. Wieder gewann sie vor Michael Jung mit der neunjährigen Zangersheider Stute Eclaire Z und dieses Mal Armin Schäfer mit Kjandor van Overis Z. Das Besondere an Sieger Toronto Raptor: Er stammt von Totilas ab!
„Ich hätte nicht gedacht, dass mein Ritt am Ende den Sieg bedeutet“, betonte die Schweizerin nach dem Sieg. „Ich habe Toronto Raptor jetzt ungefähr fünf Jahre und weiß, dass er recht schnell ist und gut springt. Ein Totilas-Sohn eben!“ Ein Lachen konnte sie sich dabei nicht verkneifen.
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