Da sah noch alles super aus: Gilles Thomas und Ermitage Kalone gestern in Riesenbeck.
Man hatte gerätselt, weshalb Mitfavorit Gilles Thomas aus Belgien seinen Hengst Ermitage Kalone nicht zum hochdotierten Großen Preis in Riesenbeck am vergangenen Wochenende hatte antreten lassen. Schließlich ist Thomas aktueller Gesamtsieger der Tour und hat auch in dieser Saison gute Chancen.
Gemunkelt wurde, dass er womöglich Ermitage Kalone für das anstehende Championat schonen wolle. Doch warum hatte er ihn dann überhaupt an den Start gebracht, wo er doch über eine ganze Reihe sehr guter Pferde verfügt? Das alles ergab nicht wirklich Sinn.
Nun hat der Belgier selbst das Rätsel gelöst – und es ist leider deutlich unschöner als ein Verzicht auf das Stechen. Ermitage Kalone, zwölfjähriger Sohn des Catoki, hat sich in Riesenbeck verletzt.
„Leider muss ich mitteilen, dass Ermitage und ich gezwungen sind, von den Weltmeisterschaften in Aachen zurückzutreten“, erklärte der Bronzemedaillengewinner im Einzel und Goldmedaillengewinner mit dem Team 2025 auf seinen Social-Media-Accounts. „Nach dem Grand Prix von Riesenbeck hat sich Ermitage eine Verletzung zugezogen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es nicht verantwortbar wäre, ihn bei der Weltmeisterschaft an den Start zu bringen. Seine Gesundheit und sein Wohlbefinden stehen immer an erster Stelle, egal wie schwer diese Entscheidung auch fällt.
Die Enttäuschung ist riesig. Wir hatten uns diese Meisterschaft als eines unserer größten Ziele gesetzt, und die Form, die wir in den letzten Wochen in La Baule und Riesenbeck gezeigt haben, gab uns viel Selbstvertrauen und Motivation für Aachen.
Ich wünsche dem Team Belgien viel Glück.“