Steht Deutschland wieder ganz oben auf dem Podium wie bei der WM?
Heftige Regenfälle haben große Teile von Katalonien und damit auch Barcelona als Austragungsort des Nationenpreis-Finales unter Druck gesetzt. In der U-Bahn von Barcelona ging beispielsweise nichts mehr. In Teilen der Provinz Barcelona wurden innerhalb einer Stunde rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter registriert. Auch im Flugverkehr kam es zu Einschränkungen. Aber die Reiter sind ja zum Glück schon alle vor Ort …
Für das deutsche Team gibt es bislang jedenfalls Entwarnung. „Wir haben noch nichts abbekommen. Alle Pferde haben den Vet-Check bestanden und waren auch schon springen. Mal sehen, was noch kommt“, berichtete Bundestrainer Otto Becker. „Fürs Wochenende ist nämlich weiterer Regen angekündigt!“
Bereits am Freitagabend steht der Große Preis von Barcelona auf dem Programm. Allerdings werden die deutschen Reiter dort überwiegend mit anderen Pferden antreten als im Nationenpreisfinale. „Denn am Sonntag sollen die Pferde richtig fit sein“, betont Becker.
Von den Goldmedaillengewinnern der Weltmeisterschaften in Aachen ist mit Marcus Ehning und Coolio lediglich ein Erfolgspaar auch in Barcelona am Start. Sophie Hinners und Richard Vogel reisten dagegen ohne Singclair beziehungsweise United Touch S nach Spanien. „Aachen, Calgary und Barcelona wären für die Pferde einfach zu viel gewesen. Im Fußball würde man das Belastungssteuerung nennen“, erläutert Becker. „Für uns steht das Wohl der Pferde an erster Stelle. Aber unsere Reiter verfügen auch über sehr gute Zweitpferde.“
Zweipferde als Nummer eins
So wird Sophie Hinners im Nationenpreisfinale mit Iron Dames My Prins antreten, der Weltranglisten-Erste Richard Vogel mit Cloudio. Komplettiert wird das deutsche Aufgebot durch Jörne Sprehe mit Toys. Als Reservepaar sind Kendra Claricia Brinkop und Replay van’t Paradijs nach Spanien gereist.
Im heutigen Auftaktspringen der Fünf-Sterne-Tour legten Hinners und Vogel noch eine Pause ein. Am Start waren Marcus Ehning, Jörne Sprehe und Kendra Claricia Brinkop. Für Ehning und Coolio gab es am Ende nach einer fehlerfreien Runde Platz elf. Jörne Sprehe kam mit Hot Easy mit dem schnellsten Vier-Fehler-Ritt nach Hause und wurde 13.
Den Sieg verbuchte die Britin Jessica Mendoza mit In the Air für sich. Platz zwei ging nach Brasilien an João Victor Castro Aguiar Gomes De Lima mit Sagan Z vor Laura Kraut aus den USA mit der OS-Stute Carquilara PS aus der Zucht des Gestüts Lewitz.
Sonntag werden die Karten dann neu gemischt. „Dann zählt jeder mögliche Abwurf und jedes Ergebnis“, sagte Otto Becker. „Da kann es ganz schnell in die eine oder in die andere Richtung gehen.“
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