Sekunden vor dem Unglück: Patrick Stühlmeyer und Jagger Minotais am Sonntag. © S. Lafrentz

Sekunden vor dem Unglück: Patrick Stühlmeyer und Jagger Minotais am Sonntag.

Es sind die Nachrichten im Sport, von denen wir am liebsten nie berichten würden, die aber leider – wenn auch sehr selten – vorkommen. Bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde kamen der hocherfahrene Patrick Stühlmeyer und sein sieben Jahre alter französischer Cornet Obolensky-Sohn Jagger Minotais so unglücklich zu Fall, dass der erste Umlauf des Finales lange unterbrochen werden musste.

Der Hengst wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht und dort untersucht. Nun gab der Stall Schockemöhle bekannt:

Der siebenjährige Hengst Jagger Minotais musste eingeschläfert werden. Er hatte sich bei der WM der jungen Springpferde am vergangenen Sonntag schwer verletzt. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung in einer Spezialklinik und intensiver Beratung durch mehrere Fachtierärzte ließ die Schwere des Trümmerbruchs keine Aussicht auf Heilung. Die Besitzergemeinschaft sah sich daher gezwungen, Abschied von diesem besonderen Hengst zu nehmen.

Betonen muss man, dass der Hengst keineswegs von den Anforderungen überfordert war. Im ersten Springen blieb er ebenso wie in der zweiten Prüfung ohne jeden Fehler. Zudem war er in zahlreichen Youngster-Prüfungen fast immer fehlerfrei unterwegs. Er vor wenigen Wochen glänzte er mit Platz zwei und drei bei den Youngstern in Münster. Patrick Stühlmeyer wurde vor zwei Jahren Deutscher Meister im Springsattel, war schon beim Weltcup-Finale und eben auch vielfach bei der WM der jungen Springpferde immer weit vorn platziert. Er weiß Pferde auszubilden und nicht zu überfordern.

Wir werden ihn nicht vergessen: Jagger Minotais am Sonntag.

Wir werden ihn nicht vergessen: Jagger Minotais am Sonntag. (© S. Lafrentz)

Manchmal können wir nur sagen: Danke, Jagger Minotais, danke, du besonderes Pferd. Dass du uns, wenn auch nur für kurze Zeit, immer große Freude bei deinen Auftritten gebracht hast.

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