Polizei Symbolbild © Pixabay

Die Polizei sucht nach Zeugen.

Es passierte vor einer Woche am 24. Juli. In Aurich in Niedersachsen kontrollierte eine Pferdehalterin auf einer Weide ihre sieben Pferde. Eines zeigte Krankheitsanzeichen und befand sich in einem augenscheinlich schlechten Zustand. Sie informierte sofort die zuständige Tierärztin, die bei dem Pferd eine Schussverletzung feststellte. Die Pferdehalterin fuhr daraufhin laut Informationen des NDR mit ihrem verletzten Tier noch in eine Notfallklinik. Das Pferd konnte dort jedoch nicht mehr gerettet werden.

Die Polizei sucht nun bereits seit Tagen nach Zeugen des mutmaßlichen Angriffs. Sechs weitere Pferde, die ebenfalls auf der Weide standen, blieben den Angaben zufolge unverletzt. Fraglich ist, warum gerade dieses eine Pferd eine tödliche Schussverletzung davontrug. War es ein Versehen? Ein gezielter Angriff?

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in dem Bereich gemacht haben, werden gebeten, diese unter der Nummer 04941 606215 der Polizei zu melden. PETA setzte derweil eine Belohnung von 1.000 Euro aus und gab die Option sich unter  0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden.

Kann man eine Schussverletzung beim Pferd behandeln?

Darauf hat Tierarzt Dr. Jens Körner von der ‚Hanseklinik für Pferde‘ eine Antwort: „Querschläger und Abpraller können ein Gefahrenpotential für Pferde bergen. Man muss ganz klar sagen, dass die Munition von Jägern zum Töten von Tieren gedacht ist und daher auch beim Pferd solche Verletzungen in der Regel tödlich enden. Diese Munition gibt unheimlich viel Energie ab und die Überlebenschance bei einem gezielten Treffer ist praktisch null. Bei Polizei- und Militärmunition kann dies abweichen. Allerdings muss man hier sagen, dass viel Glück dazugehört, dass das Projektil den Körper durchschlägt und dabei keine Strukturen, etwa am Bewegungsapparat, nachhaltig geschädigt werden. Die Überlebenschance ist hier jedoch höher als bei Jagdmunition.“

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