Justin Verboomen und Zonik Plus. Auf dem Weg zu Einzel-Gold?
Was soll man noch an Superlativen finden für ein Traumpaar des Sports? Bei Justin Verboomen und Zonik Plus passt es einfach. Sie zeigen Dressur als Inbegriff der Harmonie und klassischen Reitkunst. Das honorierten in s´Hertogenbosch auch die Richter. Einmal mehr gab es für das Doppel-Europameister-Paar aus Belgien den Sieg im Grand Prix auf Fünf-Sterne-Niveau und in der darauffolgenden Kür, welche für die Weltcup-Punkte zählte.
Im Grand Prix ritten Justin Verboomen und sein immer noch erst zehn Jahre alter Zonik-Sohn zu starken 78,457 Prozent. Doch es war knapp in der stark besetzten Prüfung. Die Weltmeister von 2022, Charlotte Fry und Glamourdale, waren Verboomen dicht auf den Fersen. Für diese beiden standen 78,022 Prozent zu Buche. Platz drei ging hier an die Lokalmatadorin Marieke van der Putten und den ebenfalls von Zonik abstammenden, zwölfjährigen Zantana RS2 OLD.
Für die beiden vergaben die Richter 74,609 Prozent. Hinter der viertplatzierten Larissa Pauluis und ihren Flambeau erreichten Raphael Netz und sein Dante Weltino-Sohn Dieudonné 72,826 Prozent. Der siebte Platz ging an Svenja Kämper-Meyer, die eigentlich beruflich als Kieferorthopädin unterwegs ist. Sie ritt auf der 13 Jahre alten Ampere-Tochter Amanyara M FRH. Nicht ganz so optimal wie zuvor verlief die Prüfung für Moritz Treffinger und den 16 Jahre alten Cadeau Noir. Der Hengst war noch kurze Zeit zuvor im Deckeinsatz und vielleicht noch nicht ganz so bei der Sache. Das Resultat waren 67,783 Prozent und Platz 13.
Schon besser lief es dann für Treffinger und Cadeau Noir in der Kür, auch wenn sie von den drei deutschen Paaren am schwächsten unterwegs waren. Platz zehn mit 74,895 Prozent zeugte jedoch einmal mehr von ihrem Kampfgeist. Eine schöne und harmonische Vorstellung gab es einmal mehr von Svenja Kämper-Meyer und Amanyara. Die beiden nutzen ihre Weltcup-Chancen auf beste Art und Weise. 77,035 Prozent bedeuteten Platz sieben im Top-Starterfeld.

Svenja Kämper-Meyer und Amanyara: Die Amateure im Feld punkteten mit einer Top-Leistung. (© S. Lafrentz)
Raphael Netz auf Platz vier
Noch besser lief es für Raphael Netz und Dieudonné, von dem sein Reiter sagt, dass er „gar noch nicht so richtig weiß, wie gut er wirklich ist“. Mit großer Ausstrahlung ritt das Paar auf den vierten Platz in der Kür mit 80,810 Prozent. Das war eine gemeinsame Bestleistung.
Nur die drei auf dem Podium lieferten noch mehr ab. Platz drei ging an Marieke van der Putten und Zantana mit 82,175 Prozent. Zweite wurden Charlotte Fry und ihr bewegungsstarker, doch ab und zu wie so oft etwas verspannt wirkender Glamourdale mit 89,085 Prozent. Den Sieg sicherten sich wieder die harmonischsten im Feld: Justin Verboomen und Zonik Plus. Wie im Grand Prix war es auch hier wieder knapp: 89,205 Prozent standen zu Buche.
Und der Weltcup? Justin Verboomen hat sich die Führung gesichert, Raphael Netz steht auf Platz vier vor Isabell Werth. Auf dem 13. Platz befindet sich Moritz Treffinger. Damit hat er gute Chancen auf eine Teilnahme am Weltcup-Finale als einer der Nachrücker.
Das komplette Ergebnis aus s´Hertogenbosch gibt es hier.
