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In einem Experiment spielten Forscher Pferden Wolfsgeheul von Band vor.

An der Universität Lublin wurde ein Experiment mit 19 polnischen Halbblutpferden durchgeführt. Ziel war es, das Verhalten von Pferden gegenüber Raubtieren zu untersuchen – insbesondere im Zusammenspiel von Pferd und Wolf.

Den Tieren wurden Aufnahmen des grauen Wolfes und des arabischen Leoparden vorgespielt. Die Pferde reagierten nicht panisch, zeigten jedoch leichte Anzeichen von Angst und erhöhte Wachsamkeit. Das belegten die Herzfrequenzmessungen und die Messung des Stresshormons Cortisol. Noch schlimmer als das Wolfsgeheul fanden sie das Knurren des Leoparden. Allerdings flohen die Pferde bei keinem der Laute.

Keine Koexistenz: Pferd und Wolf

Die Forscher ziehen das Fazit, dass die heutigen Pferde nur schwach in der Lage sind, mit Raubtieren zu koexistieren, was vermutlich auf die Domestizierung zurückzuführen ist. Sie warnen davor, dass das Wachstum der Wolfspopulationen in Europa nach Jahrhunderten des Rückgangs für Pferde in der Zukunft gefährlich werden könnte und weisen darauf hin, dass der Mensch Pferde vor Raubtieren schützen sollte.

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