Rosalind Canter und Lordships Graffalo © Badminton Horse Trials

Rosalind Canter und Lordships Graffalo liegen derzeit in Führung.

Team-Olympiasiegerin Rosalind Canter, kurz Ros, hat Badminton bereits zweimal gewonnen. 2023 und im vergangenen Jahr. Beide Male war ‚Walter‘, Lordships Graffalo, ihr Partner. Damit ist der 14 Jahre alte Sohn des Grafenstolz das einzige Pferd, dem es jemals gelang, seinen Titel wiederzuerlangen. Und in diesem Jahr könnten die beiden mit Titel Nummer drei natürlich noch eine speziellere Geschichte schreiben. Ros Canter ist auch noch nicht lange zurück im Sattel. Im Januar brachte sie ihr zweites Kind zur Welt, eine Tochter. Im vergangenen August hatte sie die Schwangerschaft bekanntgegeben und das Thema Europameisterschaften damit für sich ausgeschlossen. Das Fünf-Sterne-Turnier in Burghley gewann sie dennoch. Und kündigte daraufhin an:„Man weiß ja nie, wie eine Schwangerschaft verläuft, aber ich hoffe, in Badminton zurück zu sein.“ Genau das ist ihr jetzt gelungen – und wie. In der Dressur setzte sie sich mit Walter mit 23, 23,7 Minuspunkten deutlich an die Spitze.

„Ich bin überglücklich. Die letzten Wochen waren etwas turbulent, da ich gerade ein Baby bekommen habe. Meine Prioritäten liegen momentan überall. Deshalb musste ich in den letzten Tagen sehr hart daran arbeiten, mich mental auf Badminton einzustellen. Heute Morgen war ich vielleicht ein bisschen gestresst, also musste ich mir selbst gut zureden und etwas Zeit für mich allein verbringen“, beschriebt Ros Canter.

Auf Platz zwei bei der wohl berühmtesten Vielseitigkeit der Welt steht die US-Amerikanerin Tiana Coudray. Sie war auf der 16 Jahre alten Holsteiner Stute Cancaras Girl von Cancara aus der Zucht von Johann Peter Lass unterwegs und erreichte 28,1 Minuspunkte.

Derzeit Dritte ist Lara de Liedekerke-Meier aus Belgien mit 28,6 Minuspunkten. Sie reitet in Badminton die 13 Jahre alte Vigo d´Arsouilles-Tochter Hooney d´Arville aus der familieneigenen Zucht.

Felix Vogg aus der Schweiz liegt mit seiner 15 Jahre alten Holsteinerin Cartania aus der Zucht von Günter Koch knapp dahinter auf Platz vier mit 28,7 Minuspunkten.

Arne Bergendahl musste sich derweil weiter hinten einordnen. Er zeigte mit der 14 Jahre alten westfälischen Stute Luthien NRW zwar eine gute Leistung, konnte damit aber nicht in die Top-Regionen vordringen. Die Tochter von La Calido aus der familieneigenen Zucht von Helmut Bergendahl hat ihre Paradedisziplinen definitiv im Gelände und Springen. Man darf abwarten, wie weit es also heute und morgen noch nach vorn geht. Dies wird ein wichtiger Fingerzeig Richtung möglicher WM-Teilnahme sein. Die beiden sind die einzigen Teilnehmer aus Deutschland in diesem Jahr in Badminton und derzeit 49.

„Ich war zufrieden, denn Dressur ist nicht unsere Stärke. Aber sie hat mir meistens gut zugehört, auch wenn wir ein paar ärgerliche Fehler gemacht haben. Ihr Sohn schlägt sich derzeit gut auch schon gut auf Vier-Sterne-Niveau. Das hier ist eine ganz große Menschen- und Pferdegeschichte“, betonte Arne Bergendahl nach seinem Ritt.

Das komplette derzeitige Ergebnis gibt es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert