Springreiter Abdullah Alsharbatly, hier bei den Olympischen Spielen 2024, wurde für einen Monat suspendiert.
Abdullah Alsharbatly bezieht auf Instagram Stellung zu seiner Suspendierung. Dort schreibt der saudi-arabische Springreiter:
„Ich möchte feststellen, dass ich die Regeln in diesem Sport respektiere, und ich verstehe, dass sie das Pferdewohl beschützen sollen. Das Pferd, um das es geht, hat einen sehr eigenen Springstil. Es neigt dazu, seine Beine beim Springen zu überkreuzen. In diesem Zusammenhang kam es dazu, dass der Fesselriemen, der mein Pferd eigentlich vor Verletzungen schützen sollte, zu den beiden schriftlichen Verwarnungen führte. Ich wollte bei meinem Pferd zu keiner Zeit Unwohlsein verursachen oder ihm gar Verletzungen zufügen. In Wahrheit war es sogar das Gegenteil. Der Fesselriemen sollte vor Verletzungen schützen. Meine Pferde sind nicht nur Athleten, sie sind auch meine Kameraden. Ihre Wohlergehen und ihre Gesundheit hat für mich immer oberste Priorität. Zu falschen Behauptungen auf Social Media werde ich mich nicht äußern …“
Die Frage bleibt, weshalb es allem Anschein nach gleich zweimal zu einem Problem mit besagtem Fesselriemen gekommen ist.
Die ursprüngliche Meldung
Nach zwei „Recorded Warnings“ innerhalb von zwölf Monaten hat die FEI gegen den saudi-arabischen Springreiter Abdullah Alsharbatly für den Zeitraum von einem Monat eine Suspendierung ausgesprochen. Alsharbatlys Suspendierung begann am 31. August und endet am 30. September 2026.
Der knapp 44 Jahre alte Abdullah Alsharbatly ist schon lange im Springsport erfolgreich unterwegs. In Lexington gewann er 2010 sogar die Einzel-Silbermedaille. 2012 gab es zudem Team-Bronze bei den Olympischen Spielen in London.
Der Artikel 259 der FEI-Regularien, auf den sich die Sperre bezieht, ist Bestandteil der Neufassung des FEI-Springreglements. Diese trat im Januar 2026 in Kraft.
Artikel 259.1 des FEI-Springreglements lautet:
„259.1 Jegliches Blut am Pferd, das durch Ausrüstung oder Hilfsmittel verursacht wurde, oder Blut, das durch den Athleten verursacht wurde und während eines Wettbewerbs festgestellt wird (vom Beginn des Abreitens bis zum Abschluss etwaiger Kontrollen/Tests nach dem Wettbewerb), führt zu den folgenden Konsequenzen für die verantwortliche Person. Diese werden vom Präsidenten der Ground Jury ausgesprochen:
Erster Verstoß – Jumping Recorded Warning
Zweiter Verstoß – Jumping Recorded Warning
Erhält dieselbe verantwortliche Person innerhalb von zwölf Monaten nach Ausstellung der ersten Verwarnung zwei oder mehr Jumping Recorded Warnings beim selben oder bei einem anderen Turnier, folgt gegen die verantwortliche Person eine Geldstrafe von 1.000 CHF. Zudem erfolgt eine automatische Suspendierung von einem Monat.“
Derzeit hat eine Reihe von Springreitern, auch aus Deutschland, eine erste Verwarnung, wie man der Liste der FEI entnehmen kann.
Zu berücksichtigen gilt es, dass Blut am Pferd bei weitem nicht immer auf ein Fehlverhalten des Reiters zurückgeht. Da dies jedoch der Fall sein kann, ist es ein Schritt in die richtige Richtung durch die FEI solche Vorfälle zu dokumentieren und bei wiederholtem Auftreten zu ahnden.