Rene Dittmer und Cody in Ocala © Andrew Ryback Photography

Rene Dittmer und Cody auf dem Weg zum Sieg in Ocala.

Dass er ganz vorne mitreiten kann, das zeigt Springreiter René Dittmer schon seit vielen Jahren vor allem auf dem nordamerikanischen Kontinent. Der heute 32-Jährige war einst über einige Jahre im Stall von Meredith und Markus Beerbaum, knüpfte dort viele internationale Kontakte, bevor er sich selbstständig machte. Mit Pferden verbunden war auch die Familie von Dittmer schon immer, allerdings als Hobby. Pferde waren immer da, das Berufliche sollte jedoch auf einer anderen Ebene stattfinden. Nicht so jedoch bei René. Der Schritt in den Stall Michaels-Beerbaum brachte die endgültige Entscheidung für die Pferde, die er heute keinen Moment mehr bereut. Den Sommer verbringt Dittmer in der Nähe von Hamburg, im Winter ist er in Wellington beheimatet. Und zwischendrin sammelt er jede Menge Flugmeilen. Mit der 13 Jahre alten Holsteiner Stute Corsica von Connor ist er heute ebenso erfolgreich wie mit dem elf Jahre alten Holsteiner Casall-Sohn Cody.

Und genau dieser Cody sorgte nun für einen ganz großen Erfolg am League-of-Nations-Wochenende in Ocala/Florida. Zehn Paare waren in die Winning Round eingezogen. René Dittmer und Cody waren die einzigen deutschen Vertreter. Richard Vogel und Abou-Chaker NRW verpassten die Winning Round nach einem Abwurf im Umlauf ebenso wie Christian Kukuk und Viki van Gogh.

Doch René Dittmer und sein DM-Bronzemedaillen-Gewinner Cody zeigten allen, wie schnell der Parcours in der Winning Round zu bewältigen war. Mit 37,53 Sekunden legten die beiden vor – und blieben bis zum Schluss ganz vorn.

Der zweite Platz ging an Hunter Holloway mit der DSP Con Spirit-Tochter Pepita con Spita. Dritte wurden Marie Demonte aus Frankreich und Epona du Quesnoy.

Vorfreude auf Nationenpreis

„Hinter mir waren einige richtig schnelle Reiter, also musste ich definitiv mein Bestes geben“, betonte René Dittmer. „Mein Pferd hat gut gewendet, und zum Glück hat es am Ende geklappt. Er ist von Natur aus sehr schnell, aber noch etwas unerfahren. Deshalb sucht er im Stechen in der Kurve nicht sofort nach dem nächsten Sprung. Manchmal mache ich mit ihm im Stechen in den Kurven noch einen Schritt zu viel, aber er ist superschnell.“

Besonders freut sich Dittmer auf den Nationenpreis. „Das bedeutet mir auf jeden Fall sehr viel. Letztes Jahr war ich in Hickstead im Team, bin Doppelnull geblieben, und wir haben dort den Nationenpreis gewonnen. Das war eine unglaubliche Erfahrung. Jetzt die Chance zu bekommen, für das Team der Nations League anzutreten, ist für mich etwas noch Größeres. Ich bin wirklich stolz, dass mich Chef d’Equipe Otto Becker dafür ausgewählt hat. Wir freuen uns riesig auf morgen Abend, und ich hoffe, wir können so weitermachen, wie es für die Deutschen diese Woche bisher gelaufen ist.“

Das komplette Ergebnis gibt es hier.

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