Ingrid Wiegmann © Holsteiner Verband Screenshot

So verabschiedete sich der Holsteiner Verband von Ingrid Wiegmann.

Im Alter von nur 72 Jahren ist Ingrid Wiegmann verstorben. Die Berlinerin fand in Schleswig-Holstein eine Wahlheimat und in der bedingungslosen Liebe zu Pferden ihren Lebensinhalt. Bekannt wurde die in Barmstedt ansässige Frau durch ihren bundesweiten Fohlennotdienst ‚Ammenstuten Deutschland‘, der verwaiste Fohlen und Ammenstuten zusammenbringt.

Zunächst verschrieb sich Ingrid Wiegmann ganz dem Trabrennsport, arbeitete im kaufmännischen Bereich der Trabrennbahn Berlin und nach ihrer Heirat in einem Trabergestüt in Niedersachsen. Später wandte sie sich der Reitpferdezucht zu. Durch den Tod einer eigenen Stute kam sie mit dem Thema Ammenstuten in Berührung und unterstützte fortan auch andere Züchter. Mehr als 20 Jahre lang war Ingrid Wiegmann ehrenamtlich Koordinierungsstelle für Ammenstuten und Waisenfohlen. In dieser Zeit baute sie ein schier unglaubliches Netzwerk auf, das zahlreichen Fohlen das Leben rettete. Zuletzt erhielt sie bis zu 600 Anfragen pro Jahr aus dem In- und Ausland.

2023 wurde Ingrid Wiegmann für ihr Engagement von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit der Gustav-Rau-Medaille in Bronze für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 2024 erhielt sie den wehorse Courage Award.

Wir verneigen uns vor einer beeindruckenden Persönlichkeit! Ingrid Wiegmann wird fehlen! Unser Beileid gilt ihrer Familie.

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