Werner Deeg wird schmerzlich vermisst werden.
Werner Deeg war immer auf Achse, auch auf seiner letzten Reise. Nach Japan war es zu einem FEI-Seminar gegangen, an der Seite seines guten Freundes Olaf Petersen. Auf dem Rückflug von Tokio verstarb Werner Deeg. Die sofort eingeleitete erste Hilfe konnte ihn nicht retten. Werner Deeg wurde 75 Jahre alt. Der Parcoursbauer aus Feuchtwangen war seit Jahrzehnten international unterwegs und hatte auf nahezu allen Kontinenten Parcours gebaut. Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen Aufbauten in Spruce Meadows, Südostasien und Ozeanien, wo er auch für zahlreiche Seminare immer wieder unterwegs war.
Als Jugendlicher und junger Mann war Werner Deeg auch im Springsattel unterwegs gewesen. Er ritt selbst bis zur schweren Klasse. Seit 1981 war er als Parcoursdesigner unterwegs. Es war eine Phase der Veränderungen, zu der auch Deeg beitrug. Die massiven Sprünge der 70er Jahre wurden langsam weniger. Parcours wurden technischer. Zu diesem neuen Stil trug auch Werner Deeg bei.
In 74 Ländern der Welt baute er Parcours. Als Chefsteward Springen war er zudem bei den Olympischen Spielen in Atlanta, Sydney und Athen vor Ort. Er war Vier-Sterne-Parcoursbauer. Ab 2001 wurde Werner Deeg „Chairman FEI Working Group Course Design“.
Von Seiten des CSIO in Spruce Meadows hieß es: „Spruce Meadows ist traurig über den Tod des FEI-Parcoursdesigners Werner Deeg (GER). Werner Deeg war eine angesehene Persönlichkeit im internationalen Springreiten und spielte durch seine durchdachten Parcoursentwürfe und sein Engagement für faire Wettkämpfe eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieses Sports. Seine Arbeit beeinflusste Sportler und Pferde auf der ganzen Welt, auch hier bei Spruce Meadows. Wir sprechen seiner Familie, seinen Freunden und der weltweiten Reitsportgemeinschaft unser aufrichtiges Beileid aus. Sein Vermächtnis in diesem Sport wird nicht in Vergessenheit geraten.“
Werner Deeg wird schmerzlich in der Welt des Springsports vermisst werden! Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.