Springreiter Edwin Schmuck auf Aclatron 2016 bei den Löwen Classics.
Die Springsport-Gemeinde trauert um Edwin Schmuck aus Babenhausen im Allgäu. Der Bayer war ein überaus beliebter Teilnehmer an Turnieren bis zur Klasse S in ganz Europa. Auch seine Tochter Lea ist im Springsattel erfolgreich im Nachwuchsbereich unterwegs. Doch nun herrscht Fassungslosigkeit bei der Familie, bei den Freunden, in der ganzen Springsport- und Reiterwelt.
Der 54 Jahre alte Edwin Schmuck war am gestrigen Abend nahe seiner Heimat Babenhausen auf einer Landstraße durch ein Waldstück in einen schweren Autounfall verwickelt. Dabei stieß sein Wagen aus laut Polizeibericht bislang ungeklärter Ursache mit dem Auto eines 25-Jährigen, ebenfalls Mitglied im RFZV Babenhausen, zusammen. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Edwim Schmuck konnte aus seinem Auto befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er jedoch seinen schweren Verletzungen erlag. Die Hündin Emma, die sich ebenfalls im Auto befand, wurde von der Feuerwehr befreit und in eine Tierklinik gebracht. Laut der Familie ist jedoch auch sie verstorben.
Schon von Kindheit an war der gebürtige Allgäuer von Pferden und dem Springsport fasziniert. Er absolvierte zwar eine Lehre zum Kfz-Mechaniker, blieb den Pferden aber dennoch verbunden. Später wurde er Reitlehrer im Reitverein Babenhausen und widmete sich vor allem der Ausbildung junger Springpferde. 1999 bekam er das Goldene Reitabzeichen verliehen. Über 1000 Platzierungen in der schweren Klasse im Springparcours gingen seitdem auf sein Konto.
Edwin Schmuck hinterlässt Lebensgefährtin Nici und die ebenfalls im Springsattel erfolgreiche Tochter Lea. Wir sprechen den beiden von ganzem Herzen unsere Anteilnahme aus und wünschen ihnen viel Kraft, um diese schwere Zeit durchzustehen.