Die Platzierten der U25-DM © Jan Frohne/Pferdesport Deutschland

Calvin Böckmann, Jana Lehmkuhl, Ann-Catrin Bierlein: Die Medaillengewinner der U25-DM.

Vom 21. bis 26. Juli 2026 finden im irischen Millstreet erstmals Weltmeisterschaften der U25-Vielseitigkeitsreiter statt. Mit dabei sein dürfte jetzt schon ziemlich sicher Calvin Böckmann, der mit Altair de la Cense ganz gezielt darauf hingearbeitet hat. Der Ersatzreiter für die Olympischen Spiele in Paris und Einzelreiter bei der EM im vergangenen Jahr in Blenheim hat in diesem Jahr die erste und letzte Möglichkeit für dieses Championat, da er im nächsten April  seinen 26. Geburtstag feiert.

Bei den Deutschen Meisterschaften der U25-Reiter in Luhmühlen setzte er sich souverän an die Spitze und holte den Titel. Nach zwei Jahren in Wiesbaden zog das Championat nun nach Luhmühlen um. Dreizehn Paare bewarben sich um den Titel. Für einen Teil von ihnen ging es neben dem nationalen Titel auch um die Sichtung zu den U25-Weltmeisterschaften.

Als EM-Einzel-Vierter und Olympiareservist verfügte Calvin Böckmann über die bei Weitem größte Erfahrung innerhalb des Starterfeldes. Mit seiner 16-jährigen in Frankreich gezogenen Stute, mit der ihn eine lange und hoch erfolgreiche Zeit im Nachwuchssport verbindet, sicherte er sich dank einer Nullrunde im Gelände den Titel. 31,6 Minuspunkte standen am Ende für das eingespielte Paar zu Buche. „Am Ende haben wir es immer noch mit Pferden zu tun“, betonte er. „Es ist einfach schön, eine solche Formbestätigung zu bekommen. Das macht total Mut und Vorfreude auf das, was kommen kann.“

Platz zwei für Jana Lehmkuhl

Die Warendorfer Sportsoldatin Jana Lehmkuhl kam mit ihrem erst neunjährigen Westfalen Lanzelot, den sie seit vierjährig selbst ausgebildet hat, auf 40 Minuspunkte. Das bedeutete die Silbermedaille. „Ich bin sehr zufrieden. Im Verlauf der Prüfung wurde es immer besser“, freute sie sich.

Die schnellste Nullrunde und am Ende die Bronzemedaille ging an das älteste Pferd im Starterfeld, den 18-jährigen Sir Scotty, geritten von Ann-Catrin Bierlein.  „Ich weiß, dass ich ein sehr schnelles Pferd habe. Er war tatsächlich auf Vier-Sterne-Niveau noch nie in der Zeit, aber schon immer sehr nah dran. Und bei dem Kurs hier, mit so vielen schöne Galoppstrecken, dachte ich mir, könnte es klappen“, betonte sie stolz. „Ich werde 25 dieses Jahr. Deshalb war es für mich auf jeden Fall ein Highlight, jetzt hier nochmal die Deutsche Meisterschaft zu reiten und hoffentlich dann auch die Weltmeisterschaft. Ich find’s mega cool, dass man den Umstieg von den Jungen Reitern in den Seniorenbereich noch mal ein bisschen leichter macht. Dass man da so eine Art Zwischenstepp hat, um dann hoffentlich auf Dauer auch bei den ganzen Profis mitzumischen.“

Alle Ergebnisse gibt es hier.

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