Die Voltigierrichterin und ehemalige Bundestrainerin Helma Schwarzmann wurde im Rahmen der Bundesrrichtertagung in Butzbach ausgezeichnet.
Im Rahmen der Bundesrichtertagung in Butzbach wurde die ehemalige Bundestrainerin und internationale Voltigierrichterin Helma Schwarzmann mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet. Über Jahrzehnte hinweg prägte die heute 77-Jährige den Voltigiersport und das Richterwesen wie nur wenige andere.
Die Tochter von Kunstturner und Olympiasieger Alfred Schwarzmann begann früh mit dem Voltigiersport. Sie wurde zweimal – 1963 und 1964 – Deutsche Meisterin mit der Voltigiergruppe der Reitgemeinschaft ihrer Heimatstadt Goslar.
Von 1984 bis 1991 war Helma Schwarzmann Mitglied des FN-Fachbeirats Voltigieren, ab 1989 gehörte sie dem Voltigierkomitee des Weltreiterverbandes (FEI) an und war von 1993 bis 2001 dessen Vorsitzende. Ab 1991 bis 2002 war sie zwölf Jahre lang Bundestrainerin der deutschen Voltigierer. Während dieser Zeit errang mit ihren Schützlingen insgesamt 26 Gold-, 22 Silber- und 16 Bronzemedaillen. Für ihre Leistung als Ausbilderin und Trainerin erhielt sie 2009 den Ehrentitel Voltigiermeisterin. Bereits 2002 wurde sie für ihre Verdienste mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet. Nun kam das Reiterkreuz in Gold dazu.
Parallel zu ihre aktiven und Trainerlaufbahn engagierte sich Helma Schwarzmann schon früh auch als Richterin. Bereits 1978 legte sie die Prüfung zur Voltigierrichterin ab. Sie saß zwischen 1981 und 2023 auf zahllosen nationalen und internationalen Turnieren am Richtertisch. Unter anderem war sie bei drei Europa- und fünf Weltmeisterschaften (darunter die Weltreiterspiele in Aachen, in der Normandie und in Tryon/USA) im Einsatz.
„Dein Name steht für eine Ära, für höchste Qualität, für Fachwissen und für einen Anspruch, der die Entwicklung des Voltigierens über Jahrzehnte nach vorne getragen hat“, sagte der FN-Vorstandsvorsitzende Dr. Dennis Peiler in seiner Laudatio. „Auch als Richterin warst du nie jemand, der einfach nur bewertet hat. Du warst jemand, der den Sport weiterentwickeln wollte. Immer auch auf der Suche nach dem Besonderen.“
