Sarah Jordan auf ihrem Pferd © Privat

Sarah Jordan spricht mit uns über ihr eigenes Pferd und die Vorteile und Nachteile, die es mit sich bringt.

Viele träumen davon, doch wie sieht der Alltag wirklich aus? Drei Pferdebesitzerinnen erzählen offen über ihr eigenes Pferd. Vorteile, Nachteile und warum sie sich trotzdem immer wieder dafür entscheiden würden.

Sarah Jordan, Pferdewirtin

Hooforia: Wie kamst du zum Pferd?

Sarah Jordan: Ich habe mit sechs Jahren angefangen zu reiten. Die Arbeit mit Pferden hat mich von Anfang an begeistert. Später habe ich eine Ausbildung zur Pferdewirtin gemacht, und während dieser Zeit habe ich mir auch mein erstes eigenes Pferd gekauft. Es war mein absolutes Herzenspferd. Für mich gehörte ein eigenes Pferd während der Ausbildung einfach dazu, weil Arbeit, Verantwortung und Leidenschaft für mich untrennbar zusammengehören.

Was sind die größten Pluspunkte, die du als Pferdebesitzer hast?

Der größte Pluspunkt ist die enge und besondere Bindung zu meinem Pferd. Es ist für mich ein wichtiger Ausgleich zum Alltag und gibt mir Ruhe und Zufriedenheit. Außerdem lernt man als Pferdebesitzer sehr viel über Verantwortung, Geduld und Konsequenz.

Was sind die größten Einschränkungen, die du durch das Pferd spürst?

Die größten Einschränkungen sind vor allem zeitlicher und finanzieller Natur. Seit ich ein Baby habe, ist es besonders schwer, alles gut zu planen und zu organisieren. Spontanität ist kaum möglich, da sowohl das Kind als auch das Pferd feste Strukturen brauchen. Zusätzlich ist die finanzielle Belastung deutlich gestiegen, da einfach alles teurer wird. Ein eigenes Pferd nimmt außerdem sehr viel Zeit in Anspruch.

Falls es große Einschränkungen sind, warum machst du es dennoch?

Trotz der Einschränkungen würde ich mich immer wieder dafür entscheiden. Die Zeit mit meinem Pferd gibt mir unglaublich viel zurück und ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Die emotionale Bindung und die Freude, die ich dabei empfinde, sind für mich unbezahlbar.

Christine Kornas, Rechtsanwältin

Christine Kornas auf ihrem Pferd

Christine Kornas findet bei ihren Pferden Ausgleich zum Büroalltag und nimmt Zeitaufwand und steigende Kosten bewusst in Kauf. (© Privat)

Hooforia: Wie kamst du zum Pferd?

Christine Kornas: Ich bin als Kind schon geritten. Longenunterricht, Reitstunden und Ponyhof-Urlaube haben mir immer super gefallen. Eine Weile hatte ich dann gar nichts mehr mit Pferden am Hut, und erst im Studium habe ich eine Reise nach Weißrussland unternommen, und die Gastfamilie dort hatte Pferde am Haus, die ich reiten durfte. Als ich zurück war, hat mich das Fieber dann erneut gepackt, und ich habe mir eine Reitbeteiligung gesucht und wieder Reitstunden genommen.

Eines meiner Pferde, Cherie, eine kleine Scheckstute, hatte ich dann zuletzt als Reitbeteiligung. Als sie verkauft werden sollte, habe ich sie dann übernommen. Damit hatte ich dann mein erstes eigenes Pferd, worauf noch zwei weitere folgten, sodass ich mittlerweile drei Pferde an einem Pensionsbetrieb stehen habe.

Was sind die größten Pluspunkte, die du als Pferdebesitzer hast?

Die größten Pluspunkte sind die Beziehung zum Tier, die mir Entspannung bringt. Ich liebe es auch, dass man so viel an der frischen Luft ist und sich bewegt. Das ist ein perfekter Ausgleich zu meinem Bürojob. Wenn ich gestresst oder genervt bin und ich fahre zum Stall und mache was mit meinen Pferden, dann ist das wie ein Kurzurlaub. Der Alltag und die Arbeit lassen sich dadurch viel leichter bewältigen, und man ist ausgeglichen.

Was sind die größten Einschränkungen, die du durch das Pferd spürst?

In den letzten fünf Jahren merkte man, dass eine extreme Preissteigerung stattgefunden hat. Diese läuft aber leider nicht parallel mit einer Steigerung des Einkommens, was zu Problemen führt. Und natürlich sind Pferde auch ein riesiger Zeitfresser. Gerade die Nebenarbeiten, die das Tier mit sich bringt, die besonderen Bedürfnisse, die jedes Pferd hat, schlucken extrem viel von meiner Freizeit.

Falls es große Einschränkungen sind – warum machst du es dennoch?

Ein eigenes Pferd bringt natürlich Vorteile und Nachteile mit sich. Für mich überwiegt im Ganzen jedoch immer noch das Positive und ich stelle die guten Gefühle über all die Einschränkungen, die ich zweifelsfrei habe.

Michelle Viedt, Einzelhandelskauffrau

Michelles eigenes Pferd (Vorteile und Nachteile)

Michelle Viedt ist mit Pferden aufgewachsen und kann sich ein Leben ohne sie bis heute nicht vorstellen. (© Anja Dunker)

Hooforia: Wie kamst du zum Pferd?

Michelle Viedt: Ich bin durch meine Mutter zum Pferd gekommen. Sie ist früher selbst geritten und hat mich schon als Baby mit aufs Pferd genommen. Ich war also sprichwörtlich schon im Sattel, bevor ich überhaupt laufen konnte. Pferde waren von Anfang an Teil meines Lebens und sind es bis heute geblieben.

Was sind die größten Pluspunkte, die du als Pferdebesitzer hast?

Für mich sind Pferde der größte Ausgleich zum Alltag. Beim Pferd zählt nur der Moment, alles andere rückt in den Hintergrund, und ich kann viel vergessen, was mich stresst oder belastet. Die Beziehung zum Pferd ist ehrlich und unverfälscht, genau das macht sie für mich so besonders.

Was sind die größten Einschränkungen, die du durch das Pferd spürst?

Ein eigenes Pferd bringt Vorteile und Nachteile mit sich. Die größte Einschränkung ist für mich ganz klar die finanzielle Seite. Ein Pferd kostet viel Geld, und das merkt man vor allem, wenn es krank ist. Zeitlich oder im sozialen Bereich empfinde ich es persönlich nicht als große Einschränkung, da das Pferd ein fester Bestandteil meines Lebens ist und sich alles gut drumherum organisieren lässt.

Falls es große Einschränkungen sind – warum machst du es dennoch?

Weil ich, ehrlich gesagt, nicht wüsste, was ich sonst machen sollte. Das Pferd ist mein Hobby, meine Leidenschaft und ein Teil von mir. Es gibt mir so viel zurück, dass sich die Einschränkungen nie wie ein Verzicht anfühlen. Pferde begleiten mich mein ganzes Leben, und das wird auch immer so bleiben.

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