Billboard Eigenwerbung
Billboard Eigenwerbung

Bananen für Pferde: Verbotene Früchte oder erlaubter Snack?


Bild vergrößern Bananen Für Pferde: Zeichnung einer halbgeschälten Banane, freigestellt

Die Banane enthält viel Zucker – ihr wird aber auch ein hoher Kaliumgehalt nachgesagt. Was ist dran und wie gesund ist der beliebte Snack für Pferde? (© Oak Ira / Adobe Stock)

Die süßen Lieblinge der Deutschen haben es in sich – und zwar vor allem, was den Zucker betrifft, oder? Wir verraten Ihnen, ob der Mythos, dass nicht jedes Pferd in den Genuss der exotischen Früchte kommen darf, wahr ist oder nicht.

Viele Pferde lieben Bananen, weil sie so süß sind, und gesunde Pferde dürfen diese im Normalfall auch fressen. Die ursprüngliche Heimat der Bananenstaude ist der tropische Regenwald Südostasiens. In buddhistischen Texten findet die Banane bereits 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung Erwähnung. Im 2. Jahrhundert soll laut Überlieferung bereits der planmäßige Anbau der Früchte erfolgt sein. Die Banane wurde durch Händler und Seefahrer über Indien, den arabischen Raum, Afrika und schließlich Europa verbreitet und gehört mittlerweile zu einer der beliebtesten Obstsorten in Deutschland.

Billboard Eigenwerbung

Bananen für vorbelastete Pferde?

Für die Ernährung des Pferdes sind die gelben Exoten aber eigentlich zu vernachlässigen. Die exotischen Früchte enthalten neben Wasser (70 Prozent) und Ballaststoffen viel Zucker. Vor allem überreife Bananen können es pro Stück (etwa 120 Gramm) schon einmal auf bis zu 20 Gramm Zucker bringen. Leicht verdauliche Stärken und Zucker lassen den Blutzuckerspiegel des Pferdes ansteigen, und somit bereitet dieser Umstand belasteten Pferden Probleme.

Aber sicher nicht, weil eine Banane auf dem Futterplan stand, sondern weil das Pferd in Kombination mit dem Restfutter des Tages überfordert war. Unbestritten reagieren Pferde mit Diabetes (EMS) wesentlich empfindlicher auf leicht verdaulichen Zucker, und es sollte bedacht werden, dass der Zucker in überreifen Bananen zu einem großen Teil bereits zu Traubenzucker geworden ist und daher wirklich nur in kleinen Mengen gefüttert werden sollte.

Joker Kaliumgehalt?

Der oft angeführte hohe Kaliumgehalt (350 Milligramm je 100 Gramm) ist zu vernachlässigen, denn er liegt deutlich unter dem des Heus. Hier beträgt er durchschnittlich zwischen 19 und 21 Gramm pro Kilogramm Trockenmasse. Wenn also Heu und Banane miteinander verglichen werden, enthalten 100 Gramm Heu 1.700 Milligramm Kalium. Somit entsprechen 100 Gramm Heu ca. fünf Bananen. Bei regelmäßiger Bananengabe (selbstverständlich ohne Schale) sollte das Pferd pro Tag nicht mehr als eine halbe bis eine ganze Banane bekommen. Pferde können bei ihrer Ernährung aber auch ganz darauf verzichten.

Eine halbe bis ganze Banane pro Tag ist für kein Pferd ein Problem, getreu dem Satz: „Die Menge macht das Gift.“ Bei stoffwechselbelasteten Pferden sollte stattdessen auf die Gesamtration des Tages und viel Bewegung geachtet werden.

DIY: Bananen-Leckerlis für Pferde

Zutaten

  • 200 g Haferflocken
  • 40 g Leinsamen
  • 2 Bananen
  • 1 Esslöffel Leinöl

Zubereitung

Heizen Sie zunächst den Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vor und zerkleinern Sie die Banane. Mischen Sie sie dann in einer Schüssel mit den Haferflocken und Leinsamen. Rühren Sie das Leinöl gut unter. Bei Bedarf können Sie ein wenig Wasser hinzufügen, um den Teig geschmeidiger zu machen.

Formen Sie dann kleine Kugeln aus dem Teig. Dann die Leckerlis auf ein Backblech legen und für 15–20 Minuten backen, bis sie hart genug sind. Nach dem Backen abkühlen lassen und dann luftdicht abfüllen.

Billboard Eigenwerbung

HOOFORIA - Logo - gold-1
Billboard Eigenwerbung
Hilfe Icon