Aus Sicht vieler Biologen und Jäger ist der günstige Erhaltungszustand des Wolfes längst erreicht.
Dass das Fohlen, eine Oldenburger Tochter des Dante Weltino, überhaupt überlebt hat, grenze laut seiner Besitzerin, der Tierärztin und Inhaberin der Tierärztlichen Praxis am Eichenhain Kristin Schütt, an ein Wunder. Der Angriff, bei dem alles für einen Wolf spricht, passierte der Einheitsgemeinde Rosengarten im Örtchen Alvesen im Landkreis Harburg nahe Hamburg. Wie das Hamburger Abendblatt zuerst berichtete, drang wohl mindestens ein Wolf vergangene Woche in der Nacht zum Donnerstag auf der Weide ein. Während die ausgewachsenen Tiere sich offenbar wehren konnten, hatte das wenige Monate alte Fohlen keine Chance. Nach der Behandlung der Verletzungen informierte Schütt die Behörden.
„Daraufhin nahmen zwei unserer Fachleute vor Ort eine Rissbegutachtung vor. An dem Fohlen, das zum Zeitpunkt des Übergriffs mit drei erwachsenen Pferden auf einer Koppel gestanden hatte, stellten sie Bissverletzungen fest, die auf einen Wolf schließen lassen“, bestätigte Wolfgang Ehrecke, Pressesprecher bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Sitz in Oldenburg, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.
Immer wieder Angriffe
Es ist offenbar nicht der erste Wolfsangriff im Raum des nördlichen Niedersachsens beziehungsweise Hamburg. Die Tierärztin berichtet im Artikel, dass sie bereits vor vier Wochen ähnliche Verletzungen bei einem Pferd behandelt habe. Auch endete ein Wolfsangriff auf eine Frau Ende März in Hamburg-Altona mit Verletzungen der Betroffenen. Das damals involvierte Tier soll allerdings mittlerweile tot sein. In der Region im Süden der Hansestadt gibt es seit einiger Zeit immer wieder Wolfssichtungen. Bei Züchter Dietrich Bargsten im Landkreis Stade kam es im vergangenen Herbst zum Riss eines Großpferde-Wallachs.
„Ich bin dankbar, dass die Lütte noch lebt. Das wichtigste ist, dass die Wunden gut abheilen und sie wieder vollständig genesen wird“, wird Kristin Schütt vom Hamburger Abendblatt zitiert.