Wolf auf einer Weide für Pferde © Elisabeth Cölfen

Aus Sicht vieler Biologen und Jäger ist der günstige Erhaltungszustand des Wolfes längst erreicht.

Dass das Fohlen, eine Oldenburger Tochter des Dante Weltino, überhaupt überlebt hat, grenze laut seiner Besitzerin, der Tierärztin und Inha­be­rin der Tier­ärzt­li­chen Pra­xis am Eichen­hain Kristin Schütt, an ein Wunder. Der Angriff, bei dem alles für einen Wolf spricht, passierte der Einheitsgemeinde Rosengarten im Örtchen Alvesen im Landkreis Harburg nahe Hamburg. Wie das Hamburger Abendblatt zuerst berichtete, drang wohl mindestens ein Wolf vergangene Woche in der Nacht zum Donnerstag auf der Weide ein. Während die ausgewachsenen Tiere sich offenbar wehren konnten, hatte das wenige Monate alte Fohlen keine Chance. Nach der Behandlung der Verletzungen informierte Schütt die Behörden.

„Dar­auf­hin nah­men zwei unse­rer Fach­leute vor Ort eine Rissbe­gut­ach­tung vor. An dem Foh­len, das zum Zeit­punkt des Über­griffs mit drei erwach­se­nen Pfer­den auf einer Kop­pel gestan­den hatte, stell­ten sie Bissver­let­zun­gen fest, die auf einen Wolf schlie­ßen las­sen“, bestä­tigte Wolf­gang Ehrecke, Pres­se­spre­cher bei der Land­wirt­schaftskammer Nie­der­sach­sen mit Sitz in Olden­burg, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Immer wieder Angriffe

Es ist offenbar nicht der erste Wolfsangriff im Raum des nördlichen Niedersachsens beziehungsweise Hamburg. Die Tierärztin berichtet im Artikel, dass sie bereits vor vier Wochen ähnliche Verletzungen bei einem Pferd behandelt habe. Auch endete ein Wolfsangriff auf eine Frau Ende März in Hamburg-Altona mit Verletzungen der Betroffenen. Das damals involvierte Tier soll allerdings mittlerweile tot sein. In der Region im Süden der Hansestadt gibt es seit einiger Zeit immer wieder Wolfssichtungen. Bei Züch­ter Diet­rich Barg­sten im Land­kreis Stade kam es im vergangenen Herbst zum Riss eines Großpferde-Wallachs.

„Ich bin dank­bar, dass die Lütte noch lebt. Das wich­tig­ste ist, dass die Wun­den gut abhei­len und sie wie­der voll­stän­dig gene­sen wird“, wird Kri­stin Schütt vom Hamburger Abendblatt zitiert.

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