Strahlende Sieger: Dating’s Smiley A konnte sich unter Catharina Sophie Dirksen im Finale der sechsjährigen Dressurponys noch einmal steigern und ist neuer Bundeschampion.
Für die sechsjährigen Dressurponys bedeutete das Finale in Warendorf um den Titel als Bundeschampion ein ganz besonderes Kapitel. Nach diesem Auftritt ist für sie Schluss. Anders als bei den Dressurpferden, die auch noch siebenjährig in einer Dressurprüfung der Klasse S antreten und sich damit den Weg in den großen Sport erarbeiten, gibt es im Ponysport ein anderes Ausbildungs- und Zielkonzept.
Da man Reitponys primär als Partner für Kinder und Jugendliche ausbildet, bildet die Dressurponyprüfung der Klasse L auf Einzelreiter-Niveau den zuchtspezifischen wie auch sportlichen Schlusspunkt der Bundeschampionate. Mit besten Fähigkeiten als zukünftiges FEI-Pony ausgestattet, steht einer erfolgreichen Zeit im internationalen Sport für die Nachwuchstalente nichts im Wege.
Dating’s Smiley A wird Bundeschampion der Sechsjährigen
In der anspruchsvollen Dressurponyprüfung der Klasse L auf Einzelreiter-Niveau wird nicht nur Wert auf eine präzise Ausführung der Lektionen und entsprechend gute Grundgangarten gelegt, sondern auch die Durchlässigkeit sowie eine altersgemäße Versammlungsbereitschaft werden bewertet.
Nach Platz zwei in der Finalqualifikation (8,64) nutzten Catharina Sophie Dirksen und der eindrucksvolle Fuchsfalbe Dating’s Smiley A im Finale der Sechsjährigen ihre Chance und machten den Hengst zum neuen Bundeschampion. Der Reitponyhengst von Dating AT NRW aus einer Mad Max-Mutter bestach durch seine außergewöhnliche Rittigkeit und bereits sehr gute Reife. Züchter ist Hans Giesen und der Besitzer das Gestüt Burghof/Silke Assenmacher.
Ein Reitponyhengst, der gefallen will
Die Trabarbeit belohnten die Richter mit einer 8,6, für den gelassenen, durch den Körper schreitenden Schritt vergaben die Richter eine 8,8, den Galopp bewerteten sie mit 8,7. Den Ausschlag für den Sieg gab zudem auch die Wertnote von 8,8 für die Durchlässigkeit in Kombination mit einer 9,0 für den Gesamteindruck. Mit der Gesamtwertnote von 8,78 sicherte sich das Paar den Titel.
Der Reitponyhengst war nicht zum ersten Mal bei den Bundeschampionaten dabei. Er qualifizierte sich drei Jahre in Folge und sammelte seine ersten Erfahrungen in Warendorf bereits dreijährig unter Julia Ralinofsky. Dabei erreichte er direkt das Finale. Ein Reitpony, von dem wir in Zukunft bestimmt noch mehr sehen und hören werden.
Silber für Proud Day Max und Lilli von Helldorff
Mit einer deutlichen Steigerung gegenüber der Qualifikation ritten Lilli von Helldorff und Proud Day Max zum Titel des Vize-Bundeschampion. Der Reitponyhengst von Dreidimensional AT NRW aus einer Rocketti-Mutter präsentierte sich im Viereck als Musterbeispiel in Bezug auf die Durchlässigkeit. Belohnt wurde das mit der Tageshöchstnote von 9,0 und einer 8,8 für den Gesamteindruck. Die Grundgangarten wurden folgendermaßen bewertet: Für den Trab gab es eine 8,2, für den Schritt eine 8,4 und für den Galopp die 8,8. Das führte zu einer Gesamtwertnote von 8,64. Züchterin und Besitzerin von Proud Day Max ist im Karin Stolz.
Lilli hat diesen jungen Sportler unheimlich toll, harmonisch und präzise in Szene gesetzt. Die Galopparbeit war der absolute Höhepunkt – wie ein Metronom in den unterschiedlichen Tempi, mit guter Anlehnung und schon sehr guter, altersgemäßer Selbsthaltung.
– Nicole Nockemann
Bronze für Champagner zum Frühstück und Lynn Sophie Soddemann
Wenn dieser Reitponyhengst das Viereck betritt, zieht er einfach alle Blicke auf sich: Champagner zum Frühstück, geritten von Lynn Sophie Soddemann. Der Fuchsisabellfalbe von Schierensees HJK Crazy Dream aus einer Coldplay-Mutter ist im Besitz von Kerstin Klose. Züchterin ist Kristin Rosenbaum. Als Sieger in der Finalqualifikation (Wertnote 8,74) galt er als Favorit für das Finale am vorletzten Tag der Bundeschampionate 2026.
Ein sehr engagiertes Reitpony – es ist einfach Züchterglück, ein so wunderschön gezeichnetes und typstarkes Pony vorstellen zu können.
– Nicole Nockemann
In der Trab- und Galopparbeit vergaben die Richter jeweils eine 8,5, für den Schritt gab es eine 8,2. Die Durchlässigkeit sowie der Gesamteindruck benoteten sie mit einer 8,8. Eine kurze Unsicherheit im Außengalopp verhinderte eine noch höhere Platzierung. Mit einer Gesamtwertnote von 8,56 sicherte sich das Paar die Bronzemedaille.