Martin Fuchs und Lorde sicherten den Sieg für die Schweiz (Archivbild).
Das war nicht zu erwarten. Quasi die WM-Generalprobe, der letzte große Nationenpreis vor den Weltmeisterschaften in Aachen ging für Deutschlands Springreiter gehörig schief. Dabei ritt bis auf eine Änderung das WM-Team – allerdings auf anderen Pferden. Otto Becker musste den Auftritt jedenfalls auch erst einmal verdauen und sprach von großer Enttäuschung. Aber wie war das nochmal mit der misslungenen Generalprobe … muss nicht immer das Schlechteste sein!
Eigentlich hatte an diesem Tag alles gut begonnen. Eine Nullrunde von André Thieme und dem Perigueux-Sohn Paule S. Dann nur vier Punkte bei Sophie Hinners und My Prins bei dessen Comeback auf Fünf-Sterne-Niveau. Alles in Ordnung. Deutschland war dabei. Doch dann kamen Philipp Weishaupt und Kilmister. Der zehnjährige Diarado-Sohn ging den ersten Nationenpreis seines Lebens – und war entsprechend beeindruckt. Weishaupt gab auf. Im Sinne des Pferdes war es das einzig richtige! Ungewöhnlich waren dann die 13 Punkte von Richard Vogel und Cloudio, eigentlich eine Bank auch auf diesem Niveau. Doch nach einer Verweigerung war komplett der Wurm drin. So wie am Ende der ersten Runde die Tatsache klar war, dass man mit 17 zählenden Punkten in Falsterbo keinen Blumentopf gewinnen konnte.
Den Sieg machten andere unter sich aus. Am Ende stand die Schweiz ganz vorne. Steve Guerdats Olympia-Silbermedaillengewinnerin Dynamix de Belheme bliebne ebenso Doppelnull wie Jason Smith mit Picobello Van’T Roosakker. Vielleicht wäre das auch Martin Fuchs und Lorde gelungen, aber sie verzichteten in der ersten Runde auf den Start, da das Ergebnis ohnehin makellos war. In Runde zwei blieben die beiden fehlerfrei. Einzig Gaëtan Joliat und Just Special VK lief es nicht ganz optimal. Nach einer Nullrunde im ersten Umlauf schieden sie in Runde zwei aus. Die Dreifache war zu beeindruckend.
Diese Leistung bedeutete, dass die Schweiz im Stechen erst einmal gegen Europameister Belgien zu bestehen hatte. Doch das gelang Martin Fuchs mit drei Zeitfehlern ganz problemlos. Pieter Devos hatte es ihm nach 13 Punkten mit Primo (nach Doppelnull im Umlauf ebenso wie Thibeau Spits und´Impress-K Van’T Kattenheye Z) aber auch etwas leichter gemacht.
Das komplette Ergebnis des Nationenpreises gibt es hier.