Das deutsche Team beim Nationenpreis in Budapest. © EEF

Das deutsche Team beim Nationenpreis in Budapest.

Man hatte nicht unbedingt mit dem Sieg in diesem Nationenpreis der europäischen EEF-Liga rechnen können. Doch die recht junge Mannschaft unter Ägide von Team-Chef Ralf Runge überzeugte. Und auch die anderen Teams machten Fehler.

So wie Tschechiens Schlussreiter Ales Opatrny, der mit dem zehnjährigen Vivant-Sohn Vivo de Muze PS unterwegs war. In Runde eins blieben die beiden fehlerfrei. Im zweiten Umlauf wurde ihnen das drittletzte Hindernis zum Verhängnis. Eine fehlerfreie Runde hätte ein Stechen mit Deutschland bedeutet, aber dazu kam es eben nicht. Am Ende stand Deutschland mit acht Punkten als Sieger ganz oben auf dem Podest.

Startreiter Tobias Meyer war der Erfahrene in der Gruppe. Der 38-Jährige kam mit dem 13 Jahre alten Oldenburger Caillou mit jeweils einem Abwurf auf beiden Runden nach Hause. An Position zwei ritt die 27-jährige Justine Tebbel, Tochter von Rene Tebbel und Dritte bei den Deutschen Meisterschaften der Amazonen. Sie ritt auf dem 14 Jahre alten Cote de Pablo und verzeichnete vier und null Punkte.

Maxi Lill bleibt Doppelnull

Die Jüngste im Team, Britt Roth, war mit ihrem neunjährigen Comme il Faut-Sohn Jeffrey aus der eigenen Familienzucht unterwegs. Silber hatte die 24 Jahre alte Springreiterin in Balve geholt bei den Amazonen – jetzt waren es null und acht Punkte, die für dieses Paar zu Buche standen.

Schlussreiter und DM-Bronzemedaillengewinner Maximilian Lill (32) war dann am Ende nicht zu toppen im deutschen Team. Zwei Nullrunden brachte er mit dem ebenfalls erst neun Jahre alten Kommandant, ebenfalls von Comme il Faut und wie Jeffrey aus der Holsteiner Zucht nach Hause und sicherte den Sieg.

Der Veranstalter in Ungarns Hauptstadt Budapest tat derweil viel, um die Temperaturen, die auch dort um die 36°C lagen, erträglicher zu machen. Die Pferde schienen damit gut zurechtzukommen. Platz zwei hinter Deutschland ging an Tschechien vor den ebenfalls mit 12 Punkten behafteten Niederländern.

„Ich bin rundum zufrieden, weil das Team so gut zusammengearbeitet und sich gegenseitig unterstützt hat. Wenn ein Fehler passiert ist, war der Nächste sofort zur Stelle. Sie waren hungrig auf den Sieg. Für mich war es eine sehr leichte Aufgabe“, erläuterte der deutsche Chef d’Equipe Ralf Runge. „Man sieht die Vielfalt, die wir im Team haben: Wir haben ein paar erfahrene Reiter, jüngere Leute mit jüngeren Pferden, ältere Leute mit jüngeren Pferden. Die EEF-Nationenpreis-Serie hilft den Jüngeren, sich zu verbessern, sie gibt ihnen die Stabilität, sich weiterzuentwickeln.“

Das komplette Ergebnis aus Budapest gibt es hier.

 

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