Das deutsche Team bei der Siegerehrung in Marbach. © Lutz Kaiser

Das deutsche Team bei der Siegerehrung in Marbach.

Die Nationenpreis-Premiere in Marbach auf der Schwäbischen Alb ist definitiv geglückt. Ein herausragendes Event mit Top-Bedingungen, das großartige Leistungen ermöglichte. Die deutsche Mannschaft ließ dabei von Anbeginn keinerlei Zweifel an einem Start-Ziel-Sieg.

Das Team um Equipechefin Dr. Annette Wyrwoll beendete den Nationenpreis mit nur 98,8 Minuspunkten. Damit verwiesen Michael Jung mit dem 18 Jahre alten fischerChipmunk FRH, Julia Krajewski mit dem zwölfjährigen Tullabeg Platinum, Libussa Lübbeke mit der 16 Jahre alten Caramia FRH und Ben Leuwer mit dem erst neunjährigen Zuccini MN mit riesengroßem Abstand die Teams aus Belgien (123,3 Minuspunkte) und Schweden (130,8 Minuspunkte) auf die weiteren Podiumsplätze.

Große Freude

„Wir freuen uns natürlich riesig. Das war aber auch eine starke Mannschaftsleistung. Wir haben von Anfang an einen guten Vorsprung gehabt“, betonte Bundestrainer Peter Thomsen. „Wir hatten sowohl Routiniers als auch weniger erfahrene Reiter und Pferde dabei. Die Pferde sahen super trainiert und fit aus und unsere Reiter haben es bis zum Ende durchgezogen.“

Michael Jung und fischerChipmunk

Michael Jung und fischerChipmunk auf dem Weg zum Sieg. (© Lutz Kaiser)

Wenn das Team so weit vorne liegt, dann spricht auch vieles für einen Sieg in der Einzelwertung. Und genau so war es: Michael Jung und sein fischerChipmunk sicherten sich mit einer fehlerfreien Runde im Springen den Sieg mit 28,0 Minuspunkten. Zu ihrem Dressurergebnis waren nur einige wenige Zeitstrafpunkte im Gelände hinzugekommen.

Hervorragend präsentierte sich Julia Krajewski mit ihrem zweiten Pferd im Championatskader, Tullabeg Platinum. War er vor einigen Monaten noch ein eher unbeschriebenes Blatt, muss man den irischen Wallach nun definitiv im Auge im Hinblick auf die WM behalten. Mit 32,9 Minuspunkten wurde es der zweite Platz für die beiden.  „Wir haben das letzte Jahr genutzt, um uns zusammenzufinden und haben dressurmäßig viel gearbeitet. Jetzt ist er zwölf Jahre alt und macht sich in dieser Saison bisher sehr vielversprechend“, erklärte Krajewski. „Marbach war nun auch so ein bisschen ein Test, wo wir stehen. Ich finde, das hat er sehr souverän gemacht, er hat sich sehr gut angefühlt, alles echt angepackt. Es scheint, als hätte er nun den nächsten Schritt gemacht.“

Libussa Lübbeke auf Platz sieben

Dahinter folgten die Schwedin Louise Romeike mit Caspian und 34,4 Minuspunkten sowie Lea Siegl aus Österreich mit Van Helsing und 36,1 Minuspunkten. Libussa Lübbeke wurde mit ihrer Stute Caramia FRH nach einem Abwurf im Springen Siebte mit 37,9 Minuspunkten. Eine starke Leistung zeigten auch Nina Schultes und der 19 Jahre alte Württemberger Grand Prix von Birkhof´s Grafenstolz als Zehnte (40,8). Michael Jung trug auch den Sieg im Deutschen Berufsreiterchampionat davon, welches parallel gewertet wurde.

Julia Krajewski und Tullabeg Platinum

Julia Krajewski und Tullabeg Platinum auf dem Weg zu Platz zwei. (© Lutz Kaiser)

Er sicherte sich den Titel zum zehnten Mal. Julia Krajewski folgte auf dem Silberrang vor Libussa Lübbeke. Und noch eine Sonderehrung gab es für Libussa Lübbeke. Die 25-Jährige sicherte sich zu alledem auch den Sieg in der Sonderwertung des U25-Förderpreises Vielseitigkeit. Zweiter wurden der 23-jährige Baden-Württemberger Linus Weiss und Astrello, die im letzten Jahr an gleicher Stelle ihr Vier-Sterne-Debüt gaben. In der CCI4*-S-Wertung belegten sie in diesem Jahr Platz 16.

Station auf dem Sichtungsweg

„Einige Reiter haben Marbach ja auch als Sichtung genutzt. Julia Krajewski, Michael Jung, Libussa Lübbeke und auch andere. Die haben hier sehr gut performt. Da das Gelände wirklich anspruchsvoll war, kann die Leistung schon sehr positiv bewertet werden. Die haben sich wirklich toll empfohlen“, erläuterte Peter Thomsen. „Das war ein mega Turnier. Der Veranstalter hat wirklich perfekte Arbeit geleistet. Die Reiter waren begeistert, es war ein wunderschöner Geländeritt, richtig anspruchsvoll, einen Nationenpreises würdig. Ich glaube, der Vielseitigkeitssport wurde hier wunderbar repräsentiert.“

Das komplette Ergebnis aus Marbach gibt es hier.

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