Das Podium der Springreiterinnen: Laura Klaphake als Siegerin vor Britt Roth und Justine Tebbel © S. Lafrentz

Das Podium der Springreiterinnen: Laura Klaphake als Siegerin vor Britt Roth und Justine Tebbel

Eine Zeitlang hieß es bei Laura Klaphake, dass sie nie wieder auf diesem Top-Niveau ihren Sport würde ausüben können. Eine schwere Schulterverletzung mit vielen Komplikationen bremste sie über Jahre hinweg aus. Nun ist die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2018 wieder vorn dabei. Und bewies bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen, dass sie das Siegen absolut nicht verlernt hat. Doch es hat nun eine andere Bedeutung. Denn wer einen solch langen Leidensweg wie Klaphake gegangen ist, wer so viele Höhen und Tiefen erlebt hat, der freut sich anders als damals bei der überrascht-unbeschwerten Goldmedaille mit Silverstone im Jahre 2017. Ihrem ersten Gold. Nun baumelte das Zweite um ihren Hals. Der größte Dank von Laura Klaphake gehörte dem zehnjährigen belgischen Hengst Quizano van’t Merelsnest von Diamant de Semilly. Mit ihm blieb Klaphake über drei Runden hinweg fehlerfrei.

Bad im Wassergraben muss sein für Laura Klaphake.

Das Bad im Wassergraben muss sein! Auch für Laura Klaphake. (© S. Lafrentz)

Doch das gelang auch noch drei anderen Damen, sodass ein Stechen am Ende entschied. Der zweite Platz ging an Britt Roth, die auch noch bei den U25-Reitern an den Start geht und im vergangenen Jahr in dieser Meisterschaft Bronze holte, mit ihrem erst neunjährigen Jeffrey, der sie momentan von Erfolg zu Erfolg trägt. Bronze sicherte sich im Stechen Justine Tebbel auf dem 14 Jahre alten Wallach Cote de Pablo. Vierte wurde Sarah Nagel-Tornau auf dem 16 Jahre alten Balisto. Der Sieg in der zweiten Wertungsprüfung ging an Angelique Böckmann mit dem auch von ihrem Chef Christian Ahlmann gerittenen zehnjährigen Codex One-Sohn Sheeran (die am Ende Sechste wurden) vor Britt Roth mit Jeffrey.

Angelique Böckmann und Sheeran

Angelique Böckmann und Sheeran: Sieger in der zweiten Wertungsprüfung. (© S. Lafrentz)

Riesenfreude auf dem Podium

„Unglaublich! Ich kann es immer noch nicht glauben. Es war spannend bis zum Schluss“, jubelte Laura Klaphake. „Die Parcours waren sehr technisch, sehr anspruchsvoll. Mein Pferd ist einfach unglaublich gut gesprungen!“

Laura Klaphake und Quizano van’t Merelsnest

Laura Klaphake und Quizano van’t Merelsnest (© S. Lafrentz)

„Mein Pferd Jeffrey ist wirklich in der 1,50-Meter-Klasse angekommen. Er ist ein Pferd, der richtig Lust auf Wettkampf hat! Und es war toll, wie mich alle angefeuert haben: Ich bin mit meiner Mutter hier angereist in Balve, dann kam mein Freund, dann mein Bruder mit Freundin und heute noch mein Vater mein Vater!“, berichtete Britt Roth.

Britt Roth und Jeffrey

Britt Roth und Jeffrey (© S. Lafrentz)

„Ich bin so stolz auf Cote de Pablo. Absolut überwältigt: Er ist das dritte Jahr in Folge Null geblieben in allen drei Umläufen der Deutschen Meisterschaft und er hat auch dieses Jahr wieder so sehr für mich gekämpft“, erklärte auch Justine Tebbel voller Freude.

Daniel Lahmann und Chess vd Berghoeve Z

Daniel Lahmann und Chess vd Berghoeve Z: Die Sieger im Championat. (© S. Lafrentz)

Das Championat von Balve gewann am Abend Daniel Lahmann mit Chess vd Berghoeve Z, neunjähriger Sohn des Cornet Obolensky. Auf den zweiten Platz ritten Laurenz Buhl und der achtjährige Catoki-Sohn Captain Bavaria. Dritte wurden Simone Baur und der ebenfalls achtjährige Quel Reve von Quiwi Dream aus der Holsteiner Zucht.

Alle Ergebnisse aus Balve gibt es hier.

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