Justin Verboomen und Zonik Plus. Auf dem Weg zu Einzel-Gold?
2025 war ihr Jahr. Seitdem sind der 38 Jahre alte Belgier Justin Verboomen und sein nun zehnjähriger Hengst Zonik Plus nicht mehr wegzudenken aus der Weltspitze des Dressurreitens. Dem Paar gelang ein kometenhafter Aufstieg: Sieg beim CHIO Aachen, dazu Doppel-Gold bei den Europameisterschaften in Crozet.
Das vergangene Jahr war für Sie extrem besonders: erst der Sieg in Aachen und dann Doppel-Gold bei den ersten Europameisterschaften. Wie haben Sie das Jahr erlebt?
Das waren unglaubliche Erfahrungen. Aber ich setze mich nicht mehr unter Druck, nur weil es die Europameisterschaften oder ein großes Turnier ist. Ich probiere wirklich einfach nur, es gut zu machen, mich bestmöglich vorzubereiten und ruhig zu bleiben. Und ich weiß, dass wenn wirklich alles passt, alles mit Zonik gut läuft, dann kann uns alles gelingen.
Jetzt schauen alle auf die Weltmeisterschaften in Aachen. Ist das auch Ihr nächstes großes Ziel?
Natürlich ist das mein Ziel. Wir haben im Winter ein paar Änderungen im Trainingsalltag vorgenommen. Ich freue ich schon, das auch im Viereck zu zeigen. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.
Das Besondere für alle Dressurreiter bei der WM ist, dass auf jener Bühne geritten wird, die sonst den Springreitern vorbehalten ist – im großen Hauptstadion. Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie zum ersten Mal in dieser Arena vor diesen Menschenmassen einreiten?
Der Weg ins Viereck wird deutlich länger sein. Das wird Zonik gefallen. Ich bin sicher, dass er es genießen wird.
Mag Zonik es, im Mittelpunkt zu stehen?
Ja!. Das stört ihn gar nicht – im Gegenteil. Er ist in solchen Situationen gar nicht gestresst, nicht von den Zuschauern, dem Applaus und so weiter. Ich denke, dass er sich damit in Aachen sehr wohlfühlen wird.
Wenn man hört, wie Sie über ihn reden: Er ist ein besonderes Pferd für Sie, oder?
Ich bin Zonik in Portugal begegnet, als er zwei Jahre alt war, und ich habe mich sofort in ihn verliebt. Wirklich – als ich gesehen habe, wie er aus dem Stall kam und Richtung Außenplatz ging. So schön, so voller Energie. Ich wusste sofort: Das ist er. Er wurde uns dort freilaufend vorgestellt. Ich habe mich direkt in ihn verliebt, es war Liebe auf den ersten Blick. Zonik ist wirklich ein besonderes Pferd. Mit ihm habe ich das Gefühl, dass alles möglich ist.