Willem Greve © S. Lafrentz

Sieger beim Weltcup 2025 war Willem Greve mit Pretty Woman van't Paradijs.

Das Stuttgarter German Masters ist eines der wichtigsten und bekanntesten Traditionsturniere auf deutschem Boden. Egal ob Springen, Dressur oder Indoor-Vielseitigkeit und Fahrsport: Hier tummeln sich alle mit großer Freude vor familiärer Atmosphäre.

Doch mit dem Traditionsstandort Hanns-Martin-Schleyer-Halle könnte bald Schluss sein. Die größte Mehrzweckhalle Baden-Württembergs im NeckarPark im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt, benannt nach dem in den 1970er Jahren entführten und ermordeten Arbeitgeberverbandspräsidenten Hanns Martin Schleyer, ist marode. Der Zahn der Zeit hat der 1983 erbauten Halle gehörig zugesetzt. Die Hanns-Martin-Schleyer-Halle soll nach den Plänen der Stadt Stuttgart durch einen Neubau ersetzt werden. Für die kommenden fünf bis zehn Jahre veranschlagt die Stadt Medienberichten zufolge allein für die Instandhaltung Investitionen von rund 150 Millionen Euro. Eine Sanierung würde wesentliche Defizite, darunter die baulichen Voraussetzungen für große internationale Veranstaltungen, nicht vollständig beseitigen. Seti dem Juli 2026 werden die Pläne konkret geprüft. Ein Neubau in direkter Anbindung an die Porsche-Arena gilt laut der städtischen Planung als aussichtsreiche Lösung.

Mögliche Lösungen werden sondiert

Ein konkreter Abrissbeginn steht jedoch noch nicht fest. Der Aufstellungsbeschluss für das weitere Verfahren sollte spätestens im ersten Quartal 2027 vorgelegt werden. Der geplante Ersatz der Hanns-Martin-Schleyer-Halle ist Teil einer größeren Entwicklung des Stuttgarter NeckarParks.

Die Jubiläums-German-Masters in diesem Jahr zum 40. Geburtstag des Hallenturniers sind zwar gesichert. Wie und wo genau es jedoch danach in der Neubauphase weitergeht, bleibt noch unklar. Die Veranstalter möchten eine Unterbrechung in jedem Fall vermeiden. Bei der Pressekonferenz zum Jubiläum sprach Guido von Vacano, Geschäftsführer der in Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, über die Herausforderungen, die mit einem möglichen Hallenneubau verbunden sind. Von Vacano bezifferte laut dem Reiterjournal eine mögliche Bauzeit auf etwa zwei bis drei Jahre. Zunächst plane man jedoch am bestehenden Standort weiter. Das Team denke gemeinsam mit zahlreichen Partnern über mögliche Lösungen nach. „Wir wollen richtig alt werden“, betonte von Vacano mit Blick auf die Zukunft des Turniers.

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