Shy Boy und Monty Roberts auf dem Buchcover von 1998.
Es sind bewegende Worte, die Trainer Monty Roberts, der einst zum Vorbild für das Buch und den Film „Der Pferdeflüsterer“ wurde, auf seinen Social Media Accounts findet.
„Kein Pferd wird mir jemals so sehr in Erinnerung bleiben wie dieser wundervolle amerikanische Mustang. Er liebte praktisch jeden, und die gesamte Pferdewelt liebte ihn. Ich bin mittlerweile über 90 Jahre alt, und ich bin mir sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis ich wieder bei ihm bin. Alle, die ihn kannten, werden zustimmen, dass er jedem in Erinnerung bleiben sollte. Ich liebe dich, Shy Boy, und ich bin mir sicher, dass wir uns bald wiedersehen.“
Monty Roberts selbst wird in diesem Mai 91 Jahre alt. Shy Boy hatte bereits ein ähnliches biblisches Alter erreicht. Ganz genau weiß man es nicht, da er erst im Jahr 1997 zu Roberts kam. Aber man geht davon aus, dass er im Alter von 33 Jahren gestorben ist, da er damals etwa vierjährig war. 1998 wurde die Geschichte von der Roberts und seiner Annäherung an das Wildpferd zu einem Bestseller, der in zahllose Sprachen, unter anderem auch Deutsch, übersetzt wurde. Im Buch wird davon erzählt, wie sich Roberts und Shy Boy während einer gemeinsamen Reise in die Wüste von Nevada annäherten. Später gab Roberts ihm die Option, wieder in die Wildnis zurückzukehren, das Pferd „entschied sich jedoch für ihn“. Das Buch, welches heute noch antiquarisch im Internet erhältlich ist, zeigt Roberts Methode des „Join-Up“ in all ihren Facetten.
Wir können nur sagen: RIP, Shy Boy, und blicken auf eine ganz besondere Geschichte zwischen Mensch und Pferd, mit der beide Beteiligten unvergessen bleiben.
