Die Bekanntgabe von München als potenziellem Olympiaausrichter.
München wird für Deutschland ins Rennen um die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gehen. Diese Entscheidung fiel am Samstagnachmittag in Baden-Baden. Das Ergebnis freute nicht nur Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und den Münchener Oberbürgermeister Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen). Die beiden agierten Seite an Seite bei diesem Unterfangen. Sicherlich war auch Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl hocherfreut, die sich in den vergangenen Monaten mehrfach für Olympia in München stark gemacht hatte.
Für die unterlegene Region Köln-Rhein-Ruhr war Isabell Werth in Baden-Baden vor Ort, obgleich sie ja parallel in Wien reitend unterwegs ist.
Am Ende standen 91 Stimmen für München 50 Stimmen für Köln-Rhein-Ruhr gegenüber. Berlin war bereits zu Wochenbeginn auf eigenen Wunsch aus dem Rennen ausgestiegen.
„Es war schon ein Krimi heute den ganzen Tag, wir haben ganz schön gebangt“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause. „Freude ist jetzt unendlich und wir freuen uns, dass wir jetzt richtig loslegen können, Olympia nach Deutschland zu holen.“
Bereits im Jahr 1972 war München Gastgeber der bislang letzten Olympischen Spiele in Deutschland. Die Reiterwettbewerbe fanden damals in München-Riem statt. Auf der Olympiareitanlage trifft man sich aktuell alljährlich zu Pferd International und weiteren Veranstaltungen, wie vor kurzem zur WM der Einspännerfahrer.
„Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären eine große Chance für den gesamten Sport. Sie können Menschen begeistern, den Nachwuchs motivieren und eine besondere Aufbruchsstimmung im ganzen Land erzeugen“, äußerte sich Dr. Dennis Peiler. „Die Weltmeisterschaften in Aachen haben gezeigt, welches Potenzial große Sportereignisse für den Sport und die Gesellschaft entfalten können. Olympische und Paralympische Spiele würden diese Wirkung noch einmal deutlich verstärken. Sie schaffen Begeisterung, verbinden Menschen und motivieren junge Menschen, selbst aktiv Sport zu treiben.“