Richard Vogel weiß, wo es langgeht.
Es geht los in Spruce Meadows beim hochdotierten Traditionsturnier, das Teil des Rolex Grand Slam ist. Diesen könnte Richard Vogel am Sonntag, bzw. in der Nacht auf Montag bei uns, für sich entscheiden. In s’Hertogenbosch hat er den Großen Preis gewonnen und den Großen Preis von Aachen ebenfalls. Damit fehlt „nur“ noch ein Sieg zu jenem Erfolg, der als erstem und einzigem Scott Brash im Jahre 2015 gelang. Es wäre also mal wieder Zeit für einen Gewinner. Und der kann einzig Richard Vogel heißen, da der Erfolg in drei aufeinanderfolgenden Etappen Bedingung ist.
Der mit fünf Millionen Dollar dotierte Große Preis ist – ebenso wie der Nationenpreis am Samstag – eine ganz besondere Prüfung. Sie gilt als vielleicht anspruchsvollster Großer Preis der Welt. Spruce Meadows verfügt über ähnliche Ausmaße wie Aachen und ebenfalls einen Rasenplatz. Einige Reiter sind für den Großen Preis bereits vorqualifiziert. Die Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Paris und der WM in Aachen. Dazu der Sieger des Weltcup-Finals oder eines Grand Prix bei einem 5*-CSIO-Turnier in den vergangenen zwölf Monaten. Doch gar nicht mal so viele der potenziellen Teilnehmer-Paare sind wirklich vor Ort. Zu Vogel gesellen sich Steve Guerdat, Christian Kukuk, Scott Brash, Piergiorgio Bucci, André Thieme und Thibeau Spits.
Für Richard Vogel würde der Sieg am Ende nicht nur das Preisgeld für den Sieg im Großen Preis, sondern einen Bonus von einer Million Euro bedeuten.
Heute Nacht wurde erstmal der Auftakt in Spruce Meadows vor den Toren der Millionenstadt Calgary gemacht! Und der gelang bei Richard Vogel bestens. Zwar nicht mit seinem Grand-Prix-Pferd United Touch, aber mit Chember. Der achtjährige Holsteiner Charleston-Sohn galoppierte souverän zum Sieg im Auftaktspringen über 1,50 Meter. Fast zwei Sekunden trennten die beiden von den zweitplatzierten Martin Fuchs und Falcon du Toultia Z. Jörne Sprehe und Hickstead White ritten auf den neunten Platz. André Thieme ist mit DSP Chakaria wieder am Start und kam auf Platz 13.
Über 1,55 Meter erreichten dann Daniel Deußer und die elfjährige Pepita van’t Meulenhof BR Platz zwei im 22 Paare zählenden Stechen. Einzig der Ire Daniel Coyle und der zehnjährige Hannoveraner Casallco-Nachkomme Calippo waren noch schneller unterwegs. Platz sieben ging ebenfalls an Daniel Deußer, dieses Mal mit seinem WM-Pferd Otello de Guldenboom. Sophie Hinners und Singclair ritten auf den zwölften Platz nach einem Abwurf im Stechen. Jörne Sprehe und Toys wurden 18.
Alle Ergebnisse aus Spruce Meadows gibt es hier.