Cincinnati: Der neue Bundeschampion unter Sophie Hinners.
Es ist nicht das erste Mal, dass Sophie Hinners gleich mehrfach auf dem Podium der Bundeschampionate mit ihren Pferden steht. Das war ihr mit zwei Siegern auch schon 2024 gelungen.
Nachdem sie heute mit Cadoc und Elton gleich einen Doppelsieg gefeiert hatte, waren erneut wenige Stunden später die sechsjährigen Springpferde dran. Und wieder war Sophie Hinners zum krönenden Abschluss der Veranstaltung am Start. Dieses Mal zwar nicht mit vier Pferden wie bei den Fünfjährigen zuvor, sondern nur mit einem. Doch was macht das schon aus, wenn es einfach grandios läuft?
Neun Paare qualifizierten sich in Warendorf für das Stechen um den Titel bei den sechsjährigen Springpferden, darunter Sophie Hinners und der Holsteiner Comme il Faut-Sohn Cincinnati. Dieser präsentierte sich in der Springprüfung der Klasse M** als überlegenes Siegerpferd. Denn er kam in einer raketenschnellen Zeit von 36,27 Sekunden nach Hause. Sophie Hinners musste schon als zweite Starterin in den Stechparcours. Vielleicht war sie zu diesem Zeitpunkt einfach davon ausgegangen, dass noch viele schnelle Zeiten folgen würden.
Doch dem war nicht so. Die Silbermedaille ging an Patrick Hengstebeck mit der westfälischen Stute Daenerys von Leblich. Das Paar blieb im Stechen ebenfalls fehlerfrei, erreichte das Ziel aber erst nach 42,60 Sekunden. Bronze sicherten sich Stefan Engbers und der OS-Hengst Con Touch RS. Der Conthargos-Sohn blieb ebenfalls ohne Fehler und benötigte 43,09 Sekunden. Ruben Arroyave versuchte mit der Chacoon Blue-Tochter Virginia den Angriff auf Hinners. Doch eine Stange fiel. In der Zeit von 37,60 Sekunden wurde es Platz vier.
Wenn’s läuft, dann läuft’s!
„Ich bin sehr stolz auf Cincinnati“, freute sich Hinners bei der Siegerehrung. Dabei kennt die Reiterin ihren Champion noch gar nicht lange: „Ich habe ihn eigentlich nur von David Will ausgeliehen! Aber wenn’s läuft, dann läuft’s!“
Der BMLEH-Tierschutzpreis, Sonderehrenpreis für besonders pferdegerechtes Reiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ging nach dieser Prüfung an Charlotte Höing. Mit dem Preis werden Reiter ausgezeichnet, die ihr Pferd besonders pferdegerecht vorbereiten, vorstellen und versorgen. Bewertet werden die Lösungsphase auf dem Abreiteplatz, der Ritt im Parcours sowie der Umgang mit dem Pferd nach dem Ritt.
Das gesamte Ergebnis der Prüfung gibt es hier.


