Alessandra Reich und Oeli R 2023 bei der EM in Mailand.
Springreiterin Alessandra Reich darf auch wieder in Deutschland starten. Erst vor wenigen Tagen hatte der österreichische Verband seine vorläufige Sperre gegen Reich aufgehoben.
Grund dafür waren nicht Zweifel an den Vorgängen bei der spanischen Sunshine Tour. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine sofortige Sperre waren nicht gegeben. Pferdesport Deutschland gab bekannt, dass die Sperre Bestand haben sollte.
Nun heißt es im österreichischen Fachmagazin Pferderevue, dass das Landgericht Dortmund die Sperre durch Pferdesport Deutschland aufgehoben hat. Die Springreiterin hatte eine entsprechende Zwischenverfügung eingereicht. Reich kann damit wieder an nationalen und internationalen Turnieren teilnehmen. Kritik aus dem Umfeld der Reiterin richtet sich laut der Pferderevue in mehrere Richtungen. Reich sei nicht vor der Sperre angehört worden. Außerdem wären FEI-Stewards vor Ort nicht eingeschritten. Hinzu kämen weitere Punkte und Ungereimtheiten trotz der Videobeweise.
„Ich bin einfach erleichtert, wieder reiten zu dürfen. Pferde sind mein Leben und mein Beruf. In den letzten Wochen wurde mir beides genommen, ohne dass mir vorher jemand zugehört hat. Jetzt liegt mein Fokus wieder dort, wo er hingehört: bei meinen Pferden, meinen Schülern und der Saison“, wird Reich von ihrer Rechtsvertretung zitiert. In einem ordentlichen Disziplinarverfahren soll nun die Schuldfrage verhandelt werden.